12.11.2019, 10:58 Uhr

Klinik-Fusion Interessen der Mitarbeiter optimal geschützt

(Foto: Phovoir/123rf.com)(Foto: Phovoir/123rf.com)

Einigung mit den Arbeitnehmervertretern: Fünf Jahre besonderen Künndigungsschutz und die Abschaffung der Servicegesellschaft „KMS“ zugesagt.

ALTÖTTING/MÜHLDORF. Das größte Kapital der Kreiskliniken in den Landkreisen Altötting und Mühldorf sind nach Überzeugung der Landräte Erwin Schneider und Georg Huber die Mitarbeiter. Deshalb freuen sich die beiden Landräte über eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern, die am Montagabend, 11. November 2019, erzielt werden konnte.

Die Details: Die Servicegesellschaft „KMS“ wird spätestens nach Ablauf der zweijährigen Übergangsphase vollständig abgeschafft und die Beschäftigten in den TVöD überführt. In der Übergangsphase erhalten die primär nach dem IG Bau-Tarif Beschäftigten bereits ab Juli 2020 eine monatliche Zulage in Höhe von 100 Euro. Im darauf folgenden Jahr steigt diese Zulage auf 150 Euro.

Für alle Beschäftigten gilt zudem ein über die gesetzlichen Regelungen hinausgehender Kündigungsschutz, Schutz vor Versetzung und „Outsourcing“ sowie die Anerkennung sämtlicher Vorbesitzstände. Befristete Beschäftigte werden grundsätzlich entfristet. Darüber hinaus wird die betriebliche Mitbestimmung auch in der Übergangsphase optimal gewährleistet. Im künftigen Klinikverwaltungsrat können drei Mitarbeitervertreter mitwirken.

Alle Zusagen werden auch Eingang in einen Personalüberleitungstarifvertrag finden.

Dies ist das Ergebnis intensiver Gespräche mit den Mitarbeitervertretern, die seit dem Grundlagenbeschluss zur Fusion im Sommer 2019 geführt wurden.

Die Landräte Georg Huber und Erwin Schneider brachten ihre Freude darüber zum Ausdruck, eine umfassende und für alle Mitarbeiter optimale Lösung erarbeitet zu haben. „Wir sind froh, mit den Beschäftigten nun über sämtliche Punkte Einvernehmen erzielt zu haben. Die Fusion als solche liegt bereits im ureigenen Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit dem nun vorliegenden Mitarbeiterpaket wird zusätzlich erreicht, dass ab dem ersten Tag alle auch mit einem guten Gefühl und vollmotiviert an einem Strang ziehen können - mit sicheren und attraktiven Arbeitsplätzen im Dienst für eine noch bessere medizinische Versorgung unserer Bevölkerung.“


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