15.06.2018, 11:02 Uhr

Lückenschluss im Osten voranbringen Verein „Ja zur A 94“ blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

(Foto: lightpoet/123rf.com )(Foto: lightpoet/123rf.com )

Die überregionale und überparteiliche Zusammenarbeit im Dienste der Sache hat sich bewährt, das betonte der 1. Vorsitzende des Vereins „Ja zur A94“ Günther Knoblauch bei der Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus in Marktl.

DORFEN/MARKTL Anwesend waren 4 Landratsvertreter und 10 Bürgermeister aus drei Landkreisen sowie Vertreter aus Industrie, Handwerk und Gewerkschaft dabei. Insgesamt hat der Verein derzeit Mitglieder aus 68 Städten in fünf Landkreisen. Elmar Buchbauer, Bürgermeister-Sprecher des Landkreises Rottal-Inn bedankte sich für das große Engagement des Vereins und seines Vorsitzenden.

Knoblauch lobte insbesondere die Baufortschritte beim Lückenschluss der A94 in Richtung München. „Diesen erfolgreichen Weg wird der Verein die nächsten Jahre weiter engagiert begleiten und außerdem die Lückenschlüsse im Osten voranbringen“, betonte er. Dabei gelte es insbesondere, das Trassenproblem im Bereich Simbach zu lösen. Auch dabei sei man schon auf einem positiven Weg. Auch Hausherr und Marktls Bürgermeister Hubert Gschwendtner betonte, wie groß die Hoffnung in seiner Gemeinde auf den raschen Weiterbau der A 94 in Richtung Osten sei.

Stefan Pritscher vom Projektteam A 94 der Autobahndirektion Südbayern stellte die Planungen der Autobahndirektion zum Lückenschluss in Richtung Pocking vor. Die A 94 von Marktl über Simbach und Prienbach bis Kühstein ist seit Dezember 2016 im „Vordringlicher Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans. Im Abschnitt Marktl - Simbach West ist bereits 2017 die faunistische Kartierung, Vermessung und Bodenuntersuchung sowie die Voruntersuchung für die Innbrücke erfolgt. Heuer werden die Vorentwurfsunterlagen erstellt, die 2019 fertig sein sollen. Im Abschnitt Simbach soll kommendes Jahr die Trassenentscheidung fallen. Heuer soll die Bodenuntersuchung stattfinden, sowie eine Machbarkeitsstudie für die B12- und für die Bahntrasse. Der Abschnitt Simbach-Prienbach ist abhängig von dieser Trassenentscheidung, erst danach kann hier weiter geplant werden. Für den Abschnitt Prienbach-Kühstein soll 2020 der Vorentwurf fertig sein. Der Abschnitt Kühstein-Malching ist seit 2013 unter Verkehr und im Abschnitt Malching-Kirchham haben 2016 die Bauarbeiten begonnen, Fertigstellung ist 2022 geplant. Der letzte Abschnitt von Kirchham bis Pocking ist ebenfalls schon weit fortgeschritten 2016 fand die öffentliche Auslegung der statt, der Grunderwerb läuft bereits, sodass nach dem Planfeststellungsbeschluss mit dem Bau begonnen werden kann, sofern keine Klagen eingehen.

Der Schatzmeister des Vereins, Herr Jakob Schwimmer, trug den Kassenbericht vor.

Die Finanzen des Vereins seien nach wie vor sehr gut und geordnet. Revisor Wolfgang Reichenwallner bescheinigte die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Gustl Geith trug vor, dass es nach wie vor große Probleme mit in Wohngebieten abgestellten Lkw entlang der A94 geben. Eine Anfrage habe ergeben, dass 200 Lkw-Parkplätze im Raum Burghausen vorgesehen seien, erläuterte Knoblauch. Allerdings müssten die genauen Standorte noch geklärt werden. Hier müssen die Kommunen dringend unterstützt werden, forderte er. In seinem Schlusswort betonte Knoblauch, dass der Verein noch einige Aufgaben zu erfüllen hat – vor allem die Verwirklichung der A 94 bis Pocking.


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