07.06.2018, 15:45 Uhr

Statement von Günther Knoblauch Große Einrichtungen sind der falsche Weg

Günther Knoblauch, MdL. (Foto: Edi Hutterer)Günther Knoblauch, MdL. (Foto: Edi Hutterer)

Der SPD Landtagsabgeordnete Günther Knoblauch sagt aber auch: Wer gewalttätig wird, muss unser Land wieder verlassen. Hier sein Statement zu den Vorfällen vom 6. Juni 2018 in Waldkraiburg:

MÜNCHEN/WALDKRAIBURG „Die Vorfälle in der Erstaufnahmeeinrichtung in Waldkraiburg sind ein Zeichen dafür, dass die Unterbringung vieler Flüchtlinge in großen Einrichtungen der falsche Weg ist. Wird die Gruppe in einer Einrichtung zu groß, entwickeln sich Seilschaften und eine Eigendynamik, die schwer zu überblicken und zu kontrollieren ist. Deshalb ist auch die Einrichtung von Ankerzentren, wie sie Innenminister Horst Seehofer gemeinsam mit der bayerischen Staatsregierung plant, der falsche Weg! In dezentralen Einrichtungen mit weniger Bewohnern gibt es weit weniger Probleme. Bis zu einer gewissen Anzahl und bei ethnisch gemischten Gruppen funktioniert das Zusammenleben – wie in jeder Gemeinschaft – besser. Weiterer wichtiger Baustein wäre, Asylbewerber einer Beschäftigung nachgehen zu lassen. So wäre Langeweile und Frustration vorgebeugt. Insbesondere wenn heimische Firmen Arbeitskräfte benötigen und sich kein Einheimischer findet, der die Arbeit übernehmen möchte. Nichtsdestotrotz darf es zu solchen Vorfällen nicht kommen. Wer hier bei uns Schutz genießt, muss sich unter jeden Umständen an unsere Regeln halten. Wer gewalttätig wird, muss unser Land wieder verlassen. Den runden Tisch, den Bürgermeister Pötzsch nun vorschlägt, begrüße ich.“


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