14.05.2018, 15:45 Uhr

Neubau setzt sich durch Bürgerentscheid scheitert denkbar knapp


Die Mehrheit stimmte für den Erhalt des Waldkraiburger Waldbads, doch das Quorum wurde haarscharf verfehlt.

WALDKRAIBURG Am Sonntag, 13. Mai 2018, stimmten die Waldkraiburger über die Zukunft ihres Waldbads ab. Das vorläufige Wahlergebnis lautet: Von 18.923 stimmberechtigten Bürgern entschieden sich 1.809 für das Ratsbegehren (Neubau) und 3.638 für den Erhalt des Waldbads am bisherigen Standort in der Reichenberger Straße.

Um allerdings das Quorum zu erfüllen, hätten sich mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten (mindestens 3.785 Stimmern) für eine der beiden Varianten entscheiden müssen. Somit verfehlte das Bürgerbegehren Waldbad mit 147 fehlenden Stimmen die erforderliche Stimmenzahl nur haarscharf.

Folglich greift nun der ursprüngliche Beschluss des Stadtrats vom Montag, 5. März 2018, zugunsten eines Neubaus in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Aschau.

Beim Förderverein Waldbad mit dem Vorsitzenden Jürgen Zabelt lagen an diesem Abend die Nerven blank. Mehrere Zwischenergebnisse wurden durch die Wahlleitung verkündet und es zeichnete sich von Anfang an ein klares Bekenntnis der Bürger zum Erhalt des Waldbads ab.

Jedoch war die Wahlbeteiligung über alle Bezirke hinweg durchwachsen und das Erreichen des Quorums stand von Beginn an auf der Kippe.

Nach dem das vorläufige Endergebnis um 20.45 Uhr verkündet wurde, stand den Waldbad-Fans die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Das Quorum wurde knapp verfehlt: Nur 147 Stimmen mehr und das Waldbad wäre erhalten geblieben.

Auch die anwesenden Stadtratsmitglieder zeigten sich von der geringen Wahlbeteiligung enttäuscht.

Am Montag, 14. Mai, wurde das Ergebnis offiziell vom Wahlausschuss bestätigt.


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