27.04.2018, 09:39 Uhr

Arbeitsmarktbericht Erfreuliche Quote durch gute Auftragslage und milde Witterung

(Foto: Bundesagentur für Arbeit )(Foto: Bundesagentur für Arbeit )

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein sank im April um 0,5 auf 3,0 Prozent, das sind 8.034 Menschen. Im Vergleich zum März sind 1.326 Menschen weniger gemeldet, das sind 14,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 1.290  Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

MÜHLDORF/TRAUNSTEIN Die einzelnen Landkreisquoten: Landkreis Traunstein 2,7 Prozent; Landkreis Berchtesgadener Land 3,6 Prozent; Landkreis Altötting 2,7 Prozent und Landkreis Mühldorf 3,1 Prozent.

„Die Wiedereinsteller sind nun Ende April fast alle wieder in den Betrieben, das sieht man sehr gut daran, dass von den 1 326 arbeitslosen Menschen weniger in diesem Monat gut 88 Prozent Männer sind“, kommentiert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, „die Arbeitslosenquote bei den Männern sank um 0,8 Prozentpunkte, während die Quote bei den Frauen nur geringe Veränderungen zeigt.“

Unter den 8 034 Menschen sind 788 Arbeitslose jünger als 25 Jahre darunter 154 unter 20 Jahre. In diesen beiden Altersgruppen ist prozentual der stärkste Rückgang zu beobachten, 16,9 Prozent und bei der Untergruppe 15-20 Jahre 15,4 Prozent. „Unsere Aufgabe bei der Arbeitsvermittlung und Berufsberatung ist es, Perspektiven und auch Alternativen aufzuzeigen. Sei es bei der Berufsfindung oder in der der Neuorientierung. Es ist wichtig ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass „jobben“ dauerhaft keine Berufslaufbahn trägt“, appelliert Müller. 3 071 Gemeldete sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Darunter sind 2 040 arbeitslose Menschen älter als 55 Jahre. Auch in dieser Altersgruppe konnte die Anzahl um 11,9 Prozent in der Gesamtheit im Vormonatsvergleich gesenkt werden. Der Vorjahresvergleich zeigt einen leichteren Rückgang um 6,6 Prozent in dieser Gruppe, d.h. 306 Menschen weniger sind in dieser Altersgruppe aktuell arbeitslos.

3 794 Menschen konnten sich im April abmelden, gegenüber 3 491 im März, ein Anstieg um 8,7 Prozent. Davon gingen 2 061 Menschen in Erwerbstätigkeit, 623 nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf. Dem gegenüber meldeten sich 2 467 Menschen arbeitslos, 110 weniger als im März. Davon kamen 1 147 aus Erwerbstätigkeit und 531 aus Ausbildung.

Der Stellenbestand im April zeigt 3 812 Angebote, 29 mehr als im März. 1 043 Stellen wurden an den Arbeitgeberservice neu gemeldet; das sind 60 Angebote mehr als im Vormonat, jedoch 111 weniger als im April des Vorjahres. Der Arbeitgeberservice war an der ITB in Berlin vertreten, um Fachkräfte aus der Hotellerie für die Region zu werben. Die Teilnahme an der Bildungsmesse Inn-Salzach boten Chancen für Arbeit und Ausbildung für alle Altersgruppen.  Der Qualifizierungskurs für Service-Fachkräfte mit 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern endet Ende April. Sechs Menschen haben bereits eine Arbeit aufgenommen. Weitere Einstellungszusagen für die Sommersaison sind ausgesprochen.

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf betrug im April 3,1 Prozent, ein Rückgang gegenüber März um 0,3 und gegenüber April des Vorjahres um 0,7 Prozentpunkte.

1 930 Menschen waren im April arbeitslos gemeldet, 213 weniger als im März und 441 weniger als im Vorjahresmonat. 210 jüngere unter 25 Jahren davon 44 unter 20 Jahren sind aktuell gemeldet. Das sind 39 weniger als im Vormonat und 41 weniger als im Vorjahr.

„Von den 674 gemeldeten Ausbildungsstellen im Landkreis sind noch 350 unbesetzt. Auf der anderen Seite haben wir 352 junge Leute, die sich noch nicht entschieden haben“, erläutert Müller, „es ist wichtig, den Service der Berufsberatung in den Schulen zu nutzen, oder seine Fähigkeiten und Neigungen bei einem professionellen Berufswahltest zu überprüfen“, rät Müller.

670 Menschen (Vormonat 721) sind älter als 50 Jahre, darunter 430 (Vormonat 453) über 55 Jahre. Im Vorjahresvergleich sind es 127 Menschen dieser Altersgruppe weniger. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Landkreis Mühldorf im Jahresvergleich um 12,2 Prozent oder 80 Menschen gesunken, das heißt, 578 Menschen sind aktuell davon betroffen, länger als ein Jahr auf der Suche nach einer Arbeitsstelle zu sein.

„Jeder Mensch in der Situation Langzeitarbeitslosigkeit hat seine Geschichte, seine Gründe und auch seine Auswege aus dieser Situation. Wir brauchen so viele Lösungsvarianten, wie es Unterschiede in dieser Gruppe gibt“, so Müller.

616 Neumeldungen, 34 weniger als im März wurden bearbeitet. 239 davon kamen aus einem Beschäftigungsverhältnis, 157 beendeten eine Ausbildung oder Qualifizierung und 210 meldeten sich aus Nichterwerbstätigkeit. 828 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, wovon 379 eine Erwerbstätigkeit aufnahmen, 156 in Ausbildung gingen und 245 sich in Nichterwerbstätigkeit abmeldeten.

940 Stellen sind im aktuellen Bestand, 11 mehr als im März und 46 mehr als im Vorjahresmonat. Darunter sind 219 neue Angebote, das genauso viele wie im Vormonat. Mit 327 Angeboten aus Produktion und Fertigung, 125 aus Verkehr und Logistik und 168 Angeboten in Gesundheits- und Sozialberufen sind die Chancen für Fachkräfte sehr gut.


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