12.04.2018, 09:50 Uhr

Züchter atmen auf Zuchtvieh-Export endlich wieder möglich

(Foto: 123rf.com )(Foto: 123rf.com )

Aufgrund fehlender Veterinärzertifikate warteten Zuchttiere wochenlang auf ihre Ausreise. Rund 3.500 Rinder werden vom Zuchtverband für Fleckvieh Altötting und Mühldorf jährlich exportiert. Die Existenz von vielen landwirtschaftlichen Familienbetrieben hängt von diesen Exporten ab.

MÜHLDORF Teilweise bis zu 100 Zuchtrinder warteten vor Wochen in der Quarantänestation Troisdorf auf ihren Export und durfen nicht ausgeführt werden. Der Grund: Die Veterinärämter hatten Tierhaltererklärungen der Landwirte und die Erklärungen der betreuenden Tierärzte für nicht meldepflichtige Krankheiten nicht mehr akzeptiert. Es war Feuer auf dem Dach. Der Zuchtverband für Fleckvieh wandte sich an den Heimatabgeordneten Günther Knoblauch (SPD). Knoblauch setzte sich ein, vermittelte und nahm auch Kontakt zu Staatsminister Dr. Marcel Huber auf. Nach Wochen der Diskussion wurde nun verfügt, dass eine Hoftierarzterklärung bis auf weiteres als Grundlage für die Ausstellung von Veterinärzertifikaten für den Export ausreicht. Bei dem Fleckvieh aus Mühldorf handelt es sich um wertvolles Zuchtvieh, welches weltweit gefragt ist. Ohne eine Lösung des Problems der fehlenden Veterinärzertifikate hätten die Landwirte hohe finanzielle Verluste hinnehmen müssen. Der Verlust der Vermarktungsmöglichkeit, Zuchtvieh zu exportieren, hätte auch einen massiven Preisrückgang in allen anderen Bereichen bedeutet – darunter der Schlachtpreis, der Kälberpreis und auch der Milchpreis. „Ich bin froh, dass auch durch den engen Kontakt zu Umweltminister Dr. Marcel Huber eine pragmatische Lösung für unsere Landwirte gefunden werden konnte. Ich möchte ihm hierfür ebenso danken, wie dem Geschäftsführer des Zweckverbandes, Josef Frank. Es sind die Existenz und die Wertschöpfung vieler heimischer, landwirtschaftlicher Familienbetriebe, die davon abhängen, deshalb ist es gut, dass wir hier schnell und vernünftig gehandelt haben“, erklärt Günther Knoblauch.   Nach seinem Beitrag zur Rettung der Arbeitsplätze und Milchlieferverträge durch die Vermittlung der Firma Almil ist es ein weiterer Erfolg den Günther Knoblauch als regionaler Abgeordneter erreichen konnte.


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