12.10.2020, 19:49 Uhr

Mega-Projekt im Herzen Landshuts Sanierung und Umgestaltung des Ursulinenklosters sollen etwa 55 Millionen Euro kosten

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Das traditionsreiche Ursulinenkloster in Landshut wird mit hohem finanziellen Aufwand saniert und umgestaltet.

Landshut. Mega-Investition im Herzen von Landshut: Das Ursulinenkloster, 2015 von der Erzdiözese München/Freising übernommen, wird umgestaltet und saniert. Für die Maßnahme, die mit dem Abriss der alten Turnhalle beginnt, sind etwa 55 Millionen Euro veranschlagt. Am Freitag (16. Oktober) informieren die Verantwortlichen in einem Pressegespräch über das Großprojekt.

Durch die Sanierung langfristig gesichert werden soll der Standort der Erzbischöflichen Ursulinen-Realschule, deren Nutzungsfläche von 3.900 Quadratmeter auf 6.300 Quadratmeter erweitert wird. So werden etwa Räume für die offene Ganztagsschule und ein Speisesaal geschaffen. Damit der Schulbetrieb während der Sanierungsarbeiten möglichst ungestört weiterlaufen kann, wurde in einem ersten Schritt mit der Errichtung einer modernen Containerschule auf dem Grundstück der alten Turnhalle begonnen. Zum Start des Schuljahres 2021/22 soll ein Teil des Unterrichtsbetriebs dann in der Modulschule starten.

Die gesamte zu sanierende Fläche des Klosters umfasst rund 18.200 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Neben statischen Sanierungsmaßnahmen werden Schritte zur Reduzierung von Feuchteschäden, etwa der Auftrag von Sperrschichten und anderer Putze als bislang, unternommen und ein Brandschutzkonzept für den gesamten Klosterkomplex umgesetzt. Zudem wird die Haustechnik generalsaniert, Innenräume und Innenhöfe werden neu gestaltet.

Zur Neustadt hin werden Büros und Schulungsräume für das Christliche Bildungswerk geschaffen. Für die Klosterschwestern, die seit 2016 in einem katholischen Seniorenheim in München leben, werden vier Besucherappartements eingerichtet. In einem Teilbereich des Erdgeschosses und des ersten Stockwerks wird eine Zweigstelle des Diözesanmuseums geplant, außerdem museumspädagogische Räume. Die Ausstellung „Zugeneigt“ im Jahr 2018 zum Ursulinen-Jubiläum hat dafür wertvolle Erfahrungen und Impulse erbracht. Die an die Regierung von Niederbayern vermieteten Bereiche sowie die Kirche St. Joseph bleiben unverändert bestehen.

Die Kosten für die Sanierung des Ursulinenklosters betragen nach derzeitigem Stand 46 Millionen Euro, für die Modulschule 8,9 Millionen Euro.


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