29.04.2020, 13:43 Uhr

Sibler besucht Vilsbiburg Ein Buch für den Wissenschaftsminister


Wie das Social Distancing in einem Buchladen funktioniert, das hat sich am Mittwoch Wissenschaftsminister Bernd Sibler in Vilsbiburg angesehen. Nicht überall hielten sich die Menschen an die Vorschriften, so der Minister. Der Bismarckplatz in Regensburg habe am Dienstag einer Partymeile geglichen.

Landshut. SIbler kennt Christine und Thomas Koj, die die gleichnamige Buchhandlung seit 1986 betreiben, seit einigen Jahren von gemeinsamen Terminen, den Welttag des Buches zum Beispiel. Nach einem Besuch des Technologiezentrums „TZ Puls“ schaute Sibler am Mittwoch auch in Vilsbiburg vorbei, um aus erster Hand zu erfahren, wie Kunden und Händler mit den Beschränkungen wegen der Corona-Krise zurecht kommen. Seit Montag dürfen die Geschäfte wieder öffnen, es gelten aber strenge Regeln um eine weitere rasche Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern,natürlich auch für die kleine Buchhandlung in Vilsbiburg.

Auch in der Buchhandlung Koj musste man sich auf die neue Situation einstellen. Plastik-Schutzschilder an der Kasse, Hinweise mit der Bitte, Abstand zu halten und natürlich das Masken-Gebot – das alles ist auch für das alteingesessene Buchgeschäft neu. „Ab dem 18. März hatten wir unsere Geschäftstätigkeit auf portofreien Versand umgestellt“, so Christine Koj zum Minister. Weil die Buchhandlung bereits seit zehn Jahren im Online-Handel äußerst erfolgreich ist, sei das kein großes Problem gewesen. Die Bücher, so erzählen die beiden, hätten sie in der näheren Umgebung sogar selbst ausgefahren. „Für die Kunden, die noch nicht außer Haus gehen wollen, werden wir das auch noch beibehalten“, so die beiden Buchhändler.

Trotzdem: Dass seit Montag das Ladengeschäft wieder öffnen darf, ist für die beiden eine große Erleichterung. Durch die wochenlange Schließung habe es massive Einbußen gegeben. Und auch die Kunden würde es freuen, dass sie wieder in den Laden kommen könnten, so Thomas Koj. „Es läuft aber sehr gemäßigt ab“, sagte er. Die Leute würden sich an die Maßnahmen halten. Durch die Schutzmasken würden die Leute automatisch auf Abstand gehen.

Das freute den Minister zu hören. Denn nicht überall sind die Menschen so vernünftig. „Ich war gestern in Regensburg. Der Bismarckplatz war eine Partymeile“, so Sibler. Er wäre voll mit jungen Leuten gewesen.vSeinen Besuch nutzte Sibler, um sich mit Büchern für die Zeit der Corona-Kontaktbeschränkungen einzudecken. Eine Beethoven-Biografie nahm er mit nach München und – passend zur Zeit – eine Abhandlungen über Krankheiten, die die Menschheit heimgesucht haben. Das Kapitel über das Corona-Virus wird aber wohl erst in der Neuauflage zu finden sein,


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