23.04.2020, 11:31 Uhr

Kritik von MdL Widmann „800-qm-Regelung für Einzelhandel unsinnig“


Die Einhaltung der 800-Quadratmeter-Regeleung im Einzelhandel ist für die Landshuter Landtagsabgeordnete Jutta Widmann (Freie Wähler) ausLandshut„unsinnig“. Ausschlaggebend für eine Öffnung von Geschäften sollte vielmehr die Einhaltung der Auflagen sein.

Landshut. Ab dem kommenden Montag darf der Einzelhandel in Bayern wieder öffnen, allerdings nur Geschäfte mit einer Fläche von maximal 800 quadratmeter. Doch diese Regelung stößt auf massive Kritik, größere Geschäfte fühlen sich benachteiligt. Eine Kritik, die MdL Jutta Widmann (Freie Wähler) nachvollziehen kann: „Wenn es nach mir geht, dann dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, die die Einhaltung der Hygiene-und Abstandsregeln einhalten können“. Damit stehe sie zwar im Widerspruch zur offiziellen Linie der Staatsregierung, aber „ich muss nicht immer alles gut finden, was innerhalb der Koalition entschieden wird“. Leider müsse man in einer Regierungskoalition Kompromisse finden, auch wenn „wir Freie Wähler hier vielleicht eine andere Meinung vertreten“, so MdL Jutta Widmann.

Ihrer Meinung nach gibt es keinen logischen Grund, warum die Öffnung auf 800 Quadratmeter beschränkt bleibe. Viel sinnvoller sei es doch, eine Öffnung an die Einhaltung der Abstands-vund Hygieneregeln zu knüpfen. Im Übrigen, gibt die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler zu bedenken, sei es in größeren Geschäften deutlich einfacher, die geforderten Sicherheitsabstände einzuhalten.

„Wie gut das funktioniert, sieht man seit dieser Woche an den Baumärkten. Die dortigen Konzepte sind gut durchdacht und es gibt keinerlei Probleme. Warum sollte dies nicht auch in einem Möbelhaus oder einem größeren Modegeschäft funktionieren?“

Die jetzige Regelung sei eindeutig eine Wettbewerbsverzerrung und lade geradezu zu Klagen ein. In einigen anderen Bundesländern hätten Gerichte ähnliche Beschränkungen auf bestimmte Quadratmetergrößen bereits gekippt, gibt die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler zu bedenken.

„Dies könnten wir uns in Bayern ersparen, aber aktuell kann man ja fast nur hoffen, dass auch bei uns die Gerichte schnell entscheiden und Klarheit schaffen.“


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