17.03.2020, 16:00 Uhr

Landratsamt gibt bekannt Screening-Stelle soll wieder in Betrieb gehen, aber ...

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Das Bürgertelefon, das Stadt und Landkreis nach den Vorfällen an der Screening-Stelle auf der Grieserwiese in Landshut eingestellt hatte, nimmt ab Mittwoch wieder den Betrieb auf. Auch die zentrale Screening-Stelle soll wieder loslegen, allerdings mit einem anderen Betreiber und an anderer Stelle und wann das genau passiert, ist auch noch unklar.

Landshut. Die Bürger-Information über das Corona-Virus soll seitens von Stadt und Landkreis Landshut weiter intensiviert werden: Aus diesem Grund wird ab dem morgigen Mittwoch, 18. März 2020, wieder von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr ein Bürgertelefon geschaltet, bei dem Mediziner Fragen rund um das Corona-Virus beantworten werden. Die Telefonnummer hat sich aus technischen Gründen aber geändert: Künftig wird das Bürgertelefon unter Telefon 0871/408-1805, -1806 und -1807 erreichbar sein. Die ursprüngliche Nummer 0871/408-1800 wird nicht mehr bedient. Das Bürgertelefon dient als Ergänzung zu den bereits bekannten Hotlines der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (Tel. 116 117), bzw. Tel. 09131 6808-5101 (Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit).

Die zentrale Screening-Stelle soll künftig von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) betrieben werden – Stadt und Landkreis Landshut haben bereits einen entsprechenden Antrag gestellt. Die KVB wird dann die Koordination und Abwicklung der Tests vornehmen, die Stadt Landshut stellt die Infrastruktur. Dabei kommt die Grieserwiese als Standort nicht mehr in Frage – aller Voraussicht nach wird künftig das Landshuter Messegelände zur Screening-Stelle.

„Wir können nicht oft genug betonen, dass für den Großteil der Bevölkerung das Corona-Virus keine außerordentliche gesundheitliche Gefahr darstellt. Wir müssen aber zusammenhalten, um gemeinsam diese Mammut-Aufgabe bewältigen zu können und die besonders gefährdete Risikogruppe der älteren bzw. vorerkrankten Menschen schützen zu können“, erklären Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz. Beide begrüßen deshalb die vorsorglichen Maßnahmen der Krankenhäuser der Region: Diese verschieben planbare Operationen und Untersuchungen und bündeln ihre Ressourcen, um sich auf Corona-Patienten vorzubereiten und die Notfallversorgung weiter aufrecht zu erhalten.

Die Fallzahlen in der Region können derzeit nicht aktualisiert werden, da von den überlasteten Laboren derzeit nur in unregelmäßigen Abständen die Testergebnisse eingehen. Ohne bestätigte Befunde können keine verlässlichen Zahlen veröffentlicht werden. Zudem werden aus Datenschutzgründen künftig zu konkreten Fällen keine Angaben mehr gemacht. Die betroffenen Patienten sind aber allesamt stabil, befinden sich in häuslicher Quarantäne oder medizinischer Behandlung.


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