01.12.2019, 11:03 Uhr

Protest gegen Sparpläne Trommeln für die Theatersanierung


Auf einer Kundgebung vor der Martinskirche in Landshut haben Beschäftigte des Landestheaters am Samstag dagegen protestiert, dass die Sanierung und ein Neubau der Spielstätte auf dem Bernlochner-Gelände aus finanziellen Gründen auf Eis gelegt werden sollen.

LANDSHUT Angeführt von einer Gruppe der Trommler und Pfeifer der Landshuter Hochzeit zogen die protestierenden Schauspieler auf den Platz vor der Martinskirche. Das Ensemble hatte zunächst eine Online-Petition gestartet, nachdem die Stadt öffentlich gemacht hatte, die Theatersanierung aus Kostengründen verschieben zu müssen. Der Grund: Weil sie drei neue Schulen bauen muss, ist nicht genug Geld da. Die Theaterleute wiederum pochen darauf, dass die Sanierung und die Pläne für den Neubau ohne Pause durchgezogen werden. Sie wollen ihrem provisorischen Arbeitsplatz, das Theaterzelt, das sie als Zumutung betrachten, so schnell wie möglich wieder in Richtung Innenstadt verlassen. 20.000 Menschen aus ganz Niederbayern haben diese Petition unterschrieben.

„Wir müssen sofort in die Stadt zurück und wieder vernünftige Verhältnisse hier schaffen“, so Intendant Stefan Tilch. Ansonsten würde der Fortbestand des Stadttheaters Landshut und damit auch des Landestheaters Niederbayern gefährdet.

Die Kundgebung begann in den Mittagsstunden und endete am frühen Abend. Dafür wurde eine Bühne aufgebaut. Die Theaterleute und Musiker des Landestheaters gaben dabei Kostproben ihres Könnens. Die Niederbayerische Philharmonie spielte unter anderem den ersten und vierten Satz aus Antonin Dvoraks Sinfonie „Aus der neuen Welt“.

Auch der ehemalige Landshuter Intendant Johannes Reitmeier unterstützte den Protest, ebenso der prominente Schauspieler Dieter Fischer, bekannt aus „Rosenheim Cops“ und „Der Kaiser von Schexing“. Er gehörte vor Jahren dem Ensemble des Landshuter Stadttheaters an.


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