06.08.2019, 13:54 Uhr

Kampf gegen die Armut EU-Kommission unterstützt Landshut mit fünf Millionen Euro

Landshut zieht mit stark wachsender Tendenz. Davon profitiert im Landkreis Landshut auch das Land, übrigens anders als in vielen anderen Gegenden Bayerns. Foto: Schmid (Foto: Schmid)Landshut zieht mit stark wachsender Tendenz. Davon profitiert im Landkreis Landshut auch das Land, übrigens anders als in vielen anderen Gegenden Bayerns. Foto: Schmid (Foto: Schmid)

Landshut und weitere 19 europäische Städte erhalten insgesamt über 80 Millionen Euro für innovative Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung. In Landshut erhält das Projekt „Home and Care“, ein besonderes Gesundheits- und Kinderbetreuungsangebot, rund fünf Millionen Euro. Das meldete die Europäische Union am Dienstag in einer Pressemitteilung.

LANDSHUT Rechtzeitig zur Kita kommen, Hausaufgaben machen, den Haushalt schmeißen, immer für die Kleinen da sein und auch im Job hundert Prozent geben – Alleinerziehende sind eine wachsende Gesellschaftsschicht und zunehmend auch einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Auf Initiative der Landshuter CSU-Stadtratsfraktion wird nun ein herausragend mutiges und innovatives Pilotprojekt durch EU-Mittel gefördert und schon bald an den Start gehen. Der oberpfälzische Europaabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Regionale Entwicklung Christian Doleschal freut sich über die Förderzusage der Europäischen Kommission im Rahmen der „Urban Innovative Action“ (UIA): „Mit dem Pilotprojekt „Home and Care“ will man in Landshut ganz gezielt das Armutsrisiko von Alleinerziehenden angehen. Ein Dreiklang aus Ausbildung der Mütter, Kinderbetreuung und Wohnen soll betroffenen Alleinerziehenden und ihren Kindern helfen die Armutsspirale zu durchbrechen. Ein tolles Projekt, das ganz maßgeblich durch die CSU im Landshuter Stadtrat initiiert wurde. Es freut mich zu sehen, dass die Fördermittel der EU hier direkt und spürbar in unserer bayerischen Heimat ankommen und den Menschen vor Ort helfen.“

Der niederbayerische Europaabgeordnete und EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber freut sich, dass die Landshuter Bewerbung sich in einem dreistufigen Auswahlverfahren gegen 174 eingereichte Projekte aus 23 Mitgliedstaaten hat durchsetzen können. „Jeder Euro aus Europäischen Fördertöpfen, der nach Niederbayern fließt, ist hier immer gut angelegt. Gerade das Landshuter Projekt unterstützt Menschen in einer oft schwierigen Lebenslage und ist daher besonders wertvoll.“ Die UIA (Urban Innovative Actions) ist eine Initiative der EU-Kommission und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Im Zeitraum zwischen 2014 und 2020 stehen dafür insgesamt 372 Millionen Euro zur Verfügung. Durch UIA können bis zu 80 Prozent der anfallenden Kosten für ein Projekt ko-finanziert werden.

Außer der niederbayerischen Bezirkshauptstadt erhielten die Städte Bergamo (Italien), Getafe (Spanien), Mailand (Italien) und Seraing (Belgien) Fördermittel für Programme zur Bekämpfung der urbanen Armut.


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