17.07.2019, 08:39 Uhr

Pläne für eine Brücke Gefährliche B299-Kreuzung bei der JVA soll endlich entschärft werden


Die Verkehrssituation an der Kreuzung der B299 bei der Justizvollzugsanstalt Berggrub ist brandgefährlich – und nicht nur dem Staatlichen Bauamt Landshut ein Dorn im Auge. Erst am vorletzten Wochenende war es dort zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, als ein Autofahrer einen Biker übersehen und diesen mit seinem Wagen bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt hatte. Fakt ist: Das Bauamt denkt schon länger intensiv über eine Lösung an dieser starke befahrenen Stelle nach und will schon bald eine Lösung präsentieren.

LANDSHUT „Der Bereich des Knotenpunkts war im Zeitraum von 2000 bis 2002, 2006 bis 2008 sowie 2012 bis 2014 in einer Unfallhäufungslinie mit aufgeführt“, so Tobias Nagler, Pressesprecher des Staatlichen Bauamts. „Obwohl die Kreuzung aktuell nicht als Unfallhäufung aufgeführt ist, birgt sie jedoch insbesondere für den Linkseinbieger von der Weickmannshöhe nach Landshut ein hohes Gefahrenpotential.“

Das Staatliche Bauamt wolle die heikle Situation entschärfen. Geplant ist ein höhenfreier Umbau der sehr hoch frequentierten Kreuzung der B299. Kurz: Man möchte an der dortigen Stelle eine Brücke bauen. Dies sei das Ergebnis eines Variantenvergleichs, bei dem verschiedene grundsätzlich denkbare Maßnahmen untersucht worden seien. „Insbesondere einzubeziehen sind dabei auch die Streckencharakteristik der B299, der im Hinblick auf ihre Bedeutung angestrebte Verkehrsfluss auf der durchgehenden B299, die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes insgesamt und die Verkehrssicherheit. In Richtung Landshut sind die beiden benachbarten Knotenpunkte ebenfalls höhenfrei ausgebildet“, so das Staatliche Bauamt Landshut.

Ein Kreisverkehr sei im Variantenvergleich auch untersucht worden, habe sich aber als nicht ausreichend leistungsfähig herausgestellt. Nagler: „Bei einem Kreisverkehr würden sich insbesondere in den Hauptverkehrszeiten enorm lange Wartezeiten und Rückstauungen an den Kreisverkehrszufahrten ergeben.“

Derzeit werden durch das Staatliche Bauamt die Unterlagen für den Vorentwurf (technische Planung) fertiggestellt. Tobias Nagler: „Der Vorentwurf soll im September eingereicht werden, wobei wir im Anschluss auf eine rasche Genehmigung hoffen.“ Danach müsse das Bauamt die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erstellen und einreichen, ehe dies bearbeitet werde. Bis nach anschließender Ausführungsplanung und der Ausschreibung mit dem Bau an der Weihbüchler Kreuzung begonnen wird, dürften laut Bauamt mindestens vier Jahre vergehen.


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