07.05.2019, 12:45 Uhr

Schweres Mathe-Abi Schüler Union stellt sich hinter Petitionen

Johannes Alfery, stellvertretende Landesvorsitzender der Schüler Union, kritisiert die Aufgebenstellung des Mathe-Abiturs. (Foto: CSU)Johannes Alfery, stellvertretende Landesvorsitzender der Schüler Union, kritisiert die Aufgebenstellung des Mathe-Abiturs. (Foto: CSU)

Die Schüler Union Landshut stellt sich laut einer Pressemitteilung vom Dienstag geschlossen hinter die bayerischen Abiturienten des Jahrgangs 2018/2019 und fordert eine umgehende Überprüfung der Aufgabenstellung vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

LANDSHUT „Wie aus diversen Berichten von Schülern hervorging, waren bei der diesjährigen Abiturprüfung die Aufgabenstellung gerade im Bereich der Geometrie und Stochastik unnötig lange und mit auffällig vielen überflüssigen Informationen gefüllt. Das führte unter anderem dazu, dass ein nicht unerheblicher Teil, auch von überdurchschnittlichen Schülern, viel Zeit zur Bearbeitung durch das Textverständnis der Aufgabenstellung verloren haben“, so der stellvertretende Landesvorsitzende Johannes Alfery.

Er sieht auch die Problematik der zu kompliziert gewählten Rechenwerte, wie es auch schon der Bayerische Lehrerverband erwähnte. „Bisher war es einem Großteil der Lehrkräfte immer möglich, einige Aufgaben im Vorfeld im Kopf zu lösen. Dies war 2019 laut Aussagen des Lehrerverbandes nicht möglich und zeigt folglich auch, dass die Lehrkräfte selbst nicht mit einem so hohen Anstieg des Leistungsniveaus gerechnet hatten.“

Dementsprechend hätten die Schüler im Vorfeld auch nicht auf das Niveau gezielt vorbereitet werden können. „Die Schüler Union fordert deshalb die Einrichtung eines Expertengremiums, bestehend aus Schülern, Lehrkräften und Didaktikern zur Überprüfung der Vorwürfe. Gegebenenfalls ist der Notenschlüssel bzw. die Leistungsanforderung bei bestimmten Aufgabenteilen zu senken, „um so den Leistungsschnitt anzuheben“, so Alfery.


0 Kommentare