20.02.2019, 14:54 Uhr

Das Warten auf den Bürger-Biergarten Tragfähiges Konzept oder doch ein Rohrkrepierer?

Groß ist der Wunsch nach einem Bürger-Biergarten in Landshut. (Foto:  lw)Groß ist der Wunsch nach einem Bürger-Biergarten in Landshut. (Foto: lw)

Was wird aus mit Spannung erwarteten Bürger-Biergarten auf der Landshuter Ringelstecherwiese? Erste Bewerbungen sind eingegangen, aber gibt‘s auch wirtschaftlich vernünftige Konzepte?

LANDSHUT Glaubt man den Gerüchten, die derzeit durch die Landshuter Altstadt geistern, wird die Idee eines Bürger-Biergartens auf der Ringelstecherwiese nicht mehr als ein frommer Wunsch bleiben. Es seien zwar „mehr als eine Bewerbung“ beim Amt für Gebäudewirtschaft eingegangen, so Rathaus-Sprecherin Wieslawa Waberski. Doch der (erhoffte) große Run ist scheinbar ausgeblieben. Der Begriff „Rohrkrepierer“ macht die Runde. Es sei mehr als fraglich, ob das Projekt bei den vorliegenden Rahmenbedingungen wirtschaftlich überhaupt etwas werden könne, ist aus gut informierten Kreisen zu hören.

Schließlich unterliegt der zweijährige Probebetrieb erheblichen Auflagen: Es sind maximal 500 Plätze für Gäste erlaubt. Musikdarbietungen sind nicht gestattet. Der Bürger-Biergarten darf abends nur bis 22 Uhr geöffnet sein, die Sitzgarnituren müssen jeden Tag nach Betriebsschluss wieder weggeräumt werden. Auch die sonstigen Betriebseinrichtungen müssen während des Probebetriebs mobil sein. Wie in bayerischen Biergärten üblich, dürfen Speisen auch hier mitgebracht und verzehrt werden. Der Betreiber des Bürger-Biergartens muss zudem für eigene Toiletten auf der Ringelstecherwiese sorgen.

Was zudem eine erhebliche Einschränkung für Interessenten sein dürfte: Der Bürger-Biergarten darf nur zwischen dem Abbau der Frühjahrsdult (1. bis 12. Mai) und dem Aufbau der Bartlmädult (23. August bis 1. September) betrieben werden. Also maximal an 14 Wochenenden. Allerdings hält sich das Rathaus schon bei der Ausschreibung die Möglichkeit vor, dass das Areal der Stadt Landshut „für mindestens drei eigene Veranstaltungen zur Verfügung stehen“ müsse.

Die Bewerbungsphase war zum 11. Januar abgelaufen, den Interessenten wurden die ausführlichen Vergabeunterlagen bereits zugeschickt. Nun haben die gastronomischen Bewerber noch bis zum kommenden Mittwoch, 27. Februar, Zeit, ihr Betreiberkonzept bei der Stadt Landshut einzureichen. Die Landshuter sind gespannt, ob auch tragfähige Konzepte darunter sind – und ob ein Bürger-Biergarten auf der Ringelstecherwiese noch in diesem Jahr realisiert werden kann.


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