07.02.2019, 11:44 Uhr

Dringende Bedürfnisse in Landshut „Das Bieseln darf nix kosten!“


Wie sollen die öffentlichen Toiletten in Landshut künftig erreichbar sein? Über diese Frage brütete vergangene Woche der Verwaltungssenat – und kam letztlich zu keinem spruchreifen Ergebnis. Einig war man sich jedoch, dass die Verwaltung nochmal aktiv werden und sich nach praktikablen Lösungen umschauen soll. Verkehrsdirektor Kurt A. Weinzierl hat allerdings schon jetzt eine ganz klare Meinung: „Das Bieseln in Landshut darf nix kosten!“

LANDSHUT Er gibt aber auch zu bedenken, „dass es extrem schwer ist, den Königsweg zu finden“. Sollten die öffentlichen Toiletten rund um die Uhr frei zugänglich sein, nehme auch der ausgeprägte Vandalismus zu. Für den Toilettengang 50 oder 70 Cent zu verlangen, sei für ihn jedoch auch keine Option, so Weinzierl zum Wochenblatt. „Es muss auch noch etwas geben, das nichts kostet. Schließlich haben wir Jahr für Jahr viele Tausend Besucher hier in der Stadt und wollen ein guter Gastgeber sein. Da darf es nicht sein, dass wir fürs Bieseln die Hand aufhalten.“

Schon jetzt würde die Reinigung der öffentlichen Klos in Landshut enorme Kosten jenseits der 10.000-Euro-Marke verursachen. Weinzierl: „Sind die Klos 24 Stunden offen, steigen die Kosten deutlich an. Das steht in keinem Verhältnis.“ Zudem verursache der Vandalismus weitere – enorme – Kosten. Er habe jedoch auch festgestellt, dass die Gastronomen niemandem den Gang zum Lokal-WC verwehren würde.

Die Verwaltung werde sich nun in den kommenden Wochen abermals in anderen Städten informieren und recherchieren, ob „eine für Landshut sinnvolle Lösung gefunden werden kann“, sagt der Verkehrsdirektor. Entscheiden müsse schließlich der Verwaltungssenat in einer kommenden Sitzung.


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