01.02.2019, 14:51 Uhr

Sanierung der Autobahn Es geht jetzt Schlag auf Schlag auf der A92

Der Belag der A92 zwischen dem Flughafen München und Dingolfing ist schon über 30 Jahre alt und muss dringend saniert werden. Foto: Schmid  (Foto: Schmid)Der Belag der A92 zwischen dem Flughafen München und Dingolfing ist schon über 30 Jahre alt und muss dringend saniert werden. Foto: Schmid (Foto: Schmid)

Die Regierung von Niederbayern hat auf Antrag der Autobahndirektion Südbayern für die Erneuerung der A 92 zwischen den Anschlussstellen Moosburg-Nord und Landshut-West das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Im Jahr 2020 sollen die Arbeiten beginnen.

LANDSHUT Weil die mittlerweile deutlich über 30 Jahre alten Betondecken der Autobahn erhebliche Substanzschäden aufweisen und der Straßenaufbau für die stark gestiegenen Verkehrsbelastungen nicht mehr ausreicht, ist auf gesamter Länge zwischen dem Flughafen München und der Anschlussstelle Dingolfing-Ost die Erneuerung der vorhandenen Betonfahrbahnen durch Asphaltfahrbahnen vorgesehen. Die Arbeiten für die Sanierung der A 92 haben im März 2017 begonnen. Zwei Bauabschnitte im Regierungsbezirk Oberbayern sind inzwischen fertiggestellt. 2019 soll dann der Bauabschnitt zwischen Freising-Ost und Erding folgen. Die Sanierung des sechs Kilometer langen Abschnittes zwischen den Anschlussstellen Moosburg-Nord und Landshut-West ist im Jahr darauf geplant.

Im Zuge der Fahrbahnerneuerung werden auch sämtliche Unterführungsbauwerke erneuert. Die beiden Fahrbahnen der Autobahn werden von derzeit 11 m auf künftig 12 m verbreitert um eine sogenannte „4+0 Verkehrsführung“ in den Arbeitsstellenbereichen zu ermöglichen, das heißt, es stehen auf einer Fahrbahn vier Fahrstreifen – zwei in jede Richtung – zur Verfügung. Durch die Anwendung des 4+0-Systems wird eine Richtungsfahrbahn verkehrsfrei, sodass die Bauarbeiten überwiegend getrennt vom Verkehr durchgeführt werden können. Die Fahrbahnverbreiterungen erfolgen ausschließlich auf Straßengrund, private Grundstücke werden nicht in Anspruch genommen. Die Überführungsbauwerke über die Autobahn bleiben unverändert bestehen.

Weil der Vorhabenträger für die neue Straßenoberfläche der A 92 einen lärmmindernden Belag verwenden wird, wirkt sich das Planvorhaben günstig auf die Lärmimmissionswerte aus. Die Beurteilungspegel an der der A 92 benachbarten Bebauung werden sich spürbar um bis zu 4 dB(A) verringern.

Die Kosten der Straßenbaumaßnahme werden vollständig von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Die Planunterlagen können in den Gemeinden Bruckberg und Eching sowie in der Stadt Landshut eingesehen werden. Ort und Zeit der Auslegung werden dort öffentlich bekanntgemacht.

Die A 92 ist in Deggendorf mit der A 3 verknüpft und hat als weiträumige Verbindung für den Verkehr aus Richtung Oberösterreich/Tschechien mit Zielrichtung München eine große Verkehrsbedeutung. Für weite Teile Niederbayerns ist die A 92 von Deggendorf über Dingolfing und Landshut die Hauptverbindung zur Landeshauptstadt und zum Flughafen München. Für das Jahr 2030 wird im Bereich des Planvorhabens ein durchschnittlicher täglicher Verkehr von 50.300 Kfz an einem Tag mit einem Schwerverkehrsanteil von 16,7 Prozent prognostiziert.


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