18.09.2018, 13:42 Uhr

Bezirkstagspräsident macht‘s möglich Medizin studieren in Niederbayern

(Foto: Schmid)(Foto: Schmid)

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich glückt ein Coup: In Metten soll eine Außenstelle der renommierten Karl Landsteiner Privatuniversität in Krems etabliert werden. Medizin in Niederbayern zu studieren, ist damit keine Utopie mehr.

LANDSHUT/METTEN Der Medizinermangel wird nicht nur in der Fläche, sondern auch in den Kliniken immer virulenter. Um die ärztliche Versorgung in Niederbayern mittel- und langfristig sicherzustellen, muss rasch gehandelt werden. Der Bezirk Niederbayern ist Träger der Bezirkskrankenhäuser Landshut, Mainkofen, Passau und Straubing. Im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit ist er verpflichtet, die erforderlichen stationären und teilstationären Einrichtungen für Psychiatrie und Neurologie sowie für Suchtkranke zu errichten, zu unterhalten und zu betreiben. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat sich der niederbayerische Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in den vergangenen Jahren intensiv darum bemüht, einen in Wissenschaft und Lehre bestens qualifizierten Partner zu gewinnen. Sein Anliegen war und ist es, eine medizinische Ausbildung in Niederbayern zu etablieren.

Dies ist nun gelungen. Der Bezirk Niederbayern kooperiert mit der Karl Landsteiner (KL) Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften im niederösterreichischen Krems. Die österreichische Universität - eine Privatuniversität mit staatlichem Know-how - wird von einer GmbH mit den Gesellschaftern Medizinische Universität Wien, Technische Universität Wien, Donau Universität sowie der Fachhochschule Krems getragen und weitgehend vom Land Niederösterreich finanziert.

Die Partner kennen sich bereits: Der Bezirk Niederbayern finanziert seit 2017 ein Medizinstipendium für Studierende aus Niederbayern, die in Krems studieren. Jetzt folgt der nächste Schritt: Ein „Memorandum of Understanding“ MoU (Absichtserklärung) mit der KL liegt unterschriftsreif vor.

Gegenstand des MoU ist der Aufbau einer Kooperation zur Schaffung von 20 zusätzlichen Studienplätzen im Studium der Humanmedizin für Studierende aus Niederbayern. Das Ziel des MoU ist die Errichtung einer Außenstelle der KL im Bezirk „zwecks Durchführung des MA-Studiums Humanmedizin in Niederbayern“. Vorgesehen ist dafür ein Gebäude in unmittelbarer Nähe des Klosters Metten – nahe dem Bezirksklinikum Mainkofen.

Bereits ab dem Jahr 2020 sollen Studierende aus Niederbayern das Studium in Krems aufnehmen können – mit der Perspektive, bereits nach dem dritten Studienjahr nach Niederbayern zurückzukehren. Neben dem Standort in Krems wird dann ein weiterer Masterstudiengang in Niederbayern in enger Kooperation mit Schwerpunktkrankenhäusern im Regierungsbezirk und weiteren Partnern für Wissenschaft und Forschung stattfinden.


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