29.08.2018, 11:45 Uhr

Lakumed und Klinikum Landrat und Oberbürgermeister treiben Kooperation der Krankenhäuser voran


Die Landkreis-Krankenhäuser (Lakumed) und das städtische Klinikum forcieren ihre Zusammenarbeit. Wie Landrat Peter Dreier jetzt erklärt, finden seit Herbst letzten Jahres regelmäßig gemeinsame Treffen der Verwaltungsspitzen von Stadt und Landkreis statt. Dabei werden Möglichkeiten einer Kooperation ausgelotet – und es gibt bereits konkrete Ergebnisse. Von einer Fusion beider Häuser sei man aber noch weit entfernt.

LANDSHUT .So habe jedes Haus für sich eine Service GmbH für den Reinigungs-Bereich gegründet. Über diese Gesellschaften „soll in Zukunft eine Dachgesellschaft installiert werden, die sich um den Einkauf, das Management und die Fortbildung des Personals im Reinigungsbereich kümmert“, so der Landrat.

Außerdem wolle man ein gemeinsames Labor „unter einer gemeinsamen Trägerschaft betreiben“, so Dreier. Ziel sei, dass bestimmte Laborleistungen nicht mehr nach München abgegeben werden müssten. So soll zum Beispiel eine Blutbank in Landshut installiert werden.

Über die politische Schiene soll zudem auf die Berufsgenossenschaft (BG) Druck gemacht werden, damit in Zukunft bei schweren Arbeitsunfällen die Verletzten auch in Krankenhäusern der Region behandelt werden dürfen. Die Berufsgenossenschaften haben das bisher abgelehnt.

Der Grund: Zwar würden beide Häuser, also Lakumed und Klinikum, gemeinsam die Voraussetzungen für das so genannte „Schwerverletzungsartenverfahren“ erfüllen. Die BG will aber, „dass ein Haus den Hut auf hat“, so Dreier. Für ihn ist das nicht nachvollziehbar. „Wir bieten beide die notwendigen Leistungen an, die man für dieses Verfahren braucht. Beide Häuser sind zudem nur 500 Meter Luftlinie von einander entfernt. Wir wollen diese Versorgung hier in der Region etablieren.“ Im Herbst gibt es jetzt noch einmal ein Gespräch zwischen Landrat, Oberbürgermeister und Berufsgenossenschaft.

Darüber werde auch verstärkt nach medizinischen Kooperationsmöglichkeiten beider Häuser gesucht. „Wir wollen die Zusammenarbeit in den Bereichen, wo es wirtschaftlich und medizinisch Sinn macht. Für den Bürger unserer Region muss es einen Mehrwert bringen“, so Dreier. Bestimmte Bereiche müssten beide Häuser aber auch in Zukunft doppelt vorhalten, weil man gemeinsam für ein Einzugsgebiet von über 300.000 Menschen zuständig sei. „Da brauchen wir die Grundversorgung an beiden Häusern. Eines allein kann das nicht leisten.“

Ganz am Ende dieses langen Prozesses könnte irgendwann tatsächlich einmal eine Fusion stehen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei das aber überhaupt kein Thema.


0 Kommentare