27.07.2018, 15:38 Uhr

Rückzieher Kreativzentrum in der Martinsschule ist geplatzt!

Foto Die Martinsschule in der Neustadt (Foto: Schmid)Foto Die Martinsschule in der Neustadt (Foto: Schmid)

Überraschung im Plenum in Sachen Martinsschule: Oberbürgermeister Alexander Putz hat am Freitag zu Beginn der Stadtratssitzung bekannt gegeben, dass aus einem „Kreativzentrum“ in der Neustadt nichts werden wird. Jedenfalls nicht mit den geheimnisvollen Investoren, die eine Stiftung gründen und das Gebäude kaufen wollten. Sie hatten in den letzten Monaten für Gesprächsstoff gesorgt, weil sie um jeden Preis anonym bleiben wollten. Jetzt haben sie offenbar kein Interesse mehr an einer Investition.

LANDSHUT .Stephan Rebel vom Ostbayerischen Kulturforum, der für die Interessensgemeinschaft öffentlich auftrat, hatte in den vergangenen Monaten massiv für das Projekt in der Martinsschule – auch bei den Fraktionen im Stadtrat – geworben und damit eine öffentliche Diskussion ausgelöst. Kritisiert worden war von Gegnern des Projekts im Stadtrat, dass die Sponsoren anonym bleiben wollten. Rebel hatte immer betont, dass die Investoren abspringen würden, sollte das Projekt (zu) kritisch diskutiert werden.

Am Freitag stand das Thema noch einmal auf der Tagesordnung im Stadtrat. Die CSU hatte einen Nachprüfungsantrag gestellt, weil sie mit den Vergaberichtlinien für einen Verkauf der Martinsschule nicht einverstanden ist. Besagte Richtlinien würden eine kulturelle Nutzung bevorzugen. Die CSU will jetzt, dass eine geplante kulturelle Nutzung genauso gewichtet wird wie Projekte, die geförderten Wohnungsbau umsetzen wollen. Außerdem will die CSU, dass potenzielle Investoren einen Finanzierungsnachweis liefern.

Für das Gebäude gibt es noch weitere Interessenten. So hat sich zum Beispiel Immobilienunternehmer Johann Eller ins Spiel gebracht.

Die Bewertungs-Matrix, wie sie die Stadt vorgeschlagen hat: 5 Punkte (jeweils für 100 Quadratmeter) für geförderten Wohnungsbau. 5 Pkt.für Gewerbe, 10 Punkte für Startups und 15 Punkte für Vereine und Künstler.

Nach einem Antrag von Stadtrat Tilman von Kuepach (LM) wurde das Thema vertagt. Es wird jetzt in einer späteren Stadtratssitzung noch einmal ausführlich besprochen.


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