07.05.2018, 15:35 Uhr

Antrag der CSU Straße in Landshut soll nach Gabriele Goderbauer benannt werden

Gabriele Goderbauer-Marchner. (Foto: lw)Gabriele Goderbauer-Marchner. (Foto: lw)

Es ist eine Geste der Wertschätzung und der Versöhnung: Die CSU hat beantragt, dass in Landshut eine Straße nach der am 1. Juli 2016 plötzlich verstorbenen OB-Kandidatin der Landshuter Mitte, Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, benannt wird.

Die in Landshut beliebte Journalismus-Professorin an der Universität der Bundeswehr in München war lange Jahre CSU-Stadträtin, hatte sogar zeitweise den Fraktionsvorsitz inne und war bis zuletzt Mitglied in der Partei. Zum Zerwürfnis war es gekommen, als Goderbauer-Marchner im Jahr 2011 für das Amt des Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) kandidierte und damit gegen den eigentlichen CSU-Kandidaten, den ehemaligen Chef der Staatskanzlei, Siegfried Schneider, antrat.

In der Folge des Streits verließ Goderbauer-Marchner zusammen mit anderen CSU-Stadträten die Fraktion, die Landshuter Mitte wurde gegründet. Für die Gruppierung trat die Historikerin und Journalistin im Oberbürgermeisterwahlkampf gegen den CSU-Kandidaten Helmut Radlmeier im Jahr 2016 an.

Goderbauer-Marchner galt als aussichtsreichste Kandidatin, als sie plötzlich bekannt gab, ihre Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen zu müssen. Kurz darauf, am 1. Juli 2016, verstarb die Journalistin für alle völlig überraschend im Alter von 56 Jahren.

„Die ehemalige Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion war eine insbesondere in zahlreichen Ehrenämtern engagierte Landshuter Persönlichkeit“, heißt es in dem Antrag der CSU. Goderbauer-Marchner, seit 2002 im Landshuter Stadtrat, war unter anderem Vorsitzende der TG Landshut, Vorsitzende der Stadtkapelle, Beirätin im Vorstand der Förderer, sie war in der Leitung des „medienCampus“ Bayern aktiv, saß in der Vorstandschaft der Koenig-Stiftung, war Stiftungsrätin in der Bürgerstiftung und hat Bücher über die Stadt Landshut und die Landshuter Hochzeit verfasst.

„Sie hat sich um die Stadt Landshut verdient gemacht und das öffentliche Leben geprägt“, so die CSU.


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