23.03.2018, 09:18 Uhr

Ende des Grundstückspokers Endlich grünes Licht für das Grüne Zentrum in Landshut

Unmittelbar ans Naturschutzgebiet angrenzend soll das Grüne Zentrum in Landshut entstehen. Foto: Grießer  (Foto: ja)Unmittelbar ans Naturschutzgebiet angrenzend soll das Grüne Zentrum in Landshut entstehen. Foto: Grießer (Foto: ja)

Einige hatten schon prophezeit, dass das mit dem Grünen Zentrum nichts wird. Und auch die Stadt hatte nicht gerade den Eindruck gemacht, dass sie das Projekt in der Ochsenau in Schönbrunn noch verwirklichen will. Jetzt sieht es aber doch noch so aus, als würden sich Stadt und Freistaat einigen. Ein Gutachten, auf das wochenlang gewartet wurde, liegt jetzt vor. Das besagt: Der von der Stadt vom Freistaat geforderte Quadratmeter-Preis für das Bauland ist realistisch. Damit steht dem Projekt jetzt eigentlich nichts mehr im Wege.

LANDSHUT Hinter dem Begriff „Grünes Zentrum“ steht ein vom Freistaat gefördertes Konzept: Organisationen und Einrichtungen der Forst-, Holz- und Landwirtschaft sollen unter einem Dach zusammenarbeiten.

Eigentlich war man sich schon zu Zeiten von Hans Rampf einig, dass das Grüne Zentrum im Osten der Stadt gebaut werden soll. Doch dann begann das feilschen um den Preis für ein Teilstück des Baulands. Dort soll das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) untergebracht werden.

Der Freistaat wollte in den Augen der Stadt viel zu wenig zahlen, es ging hin und her. Zuletzt musste die „IMBY“ (Immobilien Freistaat Bayern) ein Gutachten erstellen, ob der von der Stadt geforderte Preis angebracht ist.

Dieses Gutachten liegt jetzt vor, wie Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU) in einer Pressemitteilung erklärt.

„Der vom Gutachter ermittelte Verkehrswert je Quadratmeter fällt so aus, dass der von der Stadt angebotene Kaufpreis von 150 Euro je Quadratmeter bei den derzeit in Rede stehenden bauplanungsrechtlichen Grundprämissen angemessen erscheint.“ Das habe das Landwirtschaftsministerium dem Abgeordneten mitteilt.

„Damit sind die Voraussetzungen für abschließende Gespräche mit der Stadt nun erfüllt. Diese müssen jetzt zügig geführt und fixiert werden. Die Zeit drängt, weil das jetzige Gebäude, in dem das AELF untergebracht ist, mehr als sanierungsbedürftig ist“, so Radlmeier. DAS AELF befindet sich derzeit in der Klötzlmüllerstraße.

Das Grüne Zentrum hatten 2012 der damalige Landrat Josef Eppeneder, Manfred Hölzlein als Bezirkstagspräsident und Hans Rampf als Oberbürgermeister der Stadt Landshut mit auf den Weg gebracht. Neben dem AELF und der Landwirtschaftsschule sollen künftig am Grünen Zentrum auch die Staatliche Führungsakademie (FüAk), der Bayerische Bauernverband, der Zuchtverband Fleckvieh, der Tiergesundheitsdienst und die Erzeugergemeinschaft Südostbayern sowie die Waldbesitzervereinigung Landshut beheimatet sein.


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