08.02.2018, 17:50 Uhr

Schwarzbau-Affäre Kreisrätin erklärt Rücktritt

Da war Christine Huber noch stolz auf ihr Bauwerk. (Foto: ödp)Da war Christine Huber noch stolz auf ihr Bauwerk. (Foto: ödp)

Kreisrätin Christine Huber (ödp) hat heute ihren Rücktritt erklärt. Das bestätigte Landrat Peter Dreier auf Anfrage. Grund dafür war wohl der massive öffentliche Druck, nachdem das Wochenblatt über den Fall berichtet hatte.

ERGOLDING Christine Huber, die gleichzeitig auch Marktgemeinderätin ist, war in der letzten Ergoldinger Bauausschusssitzung massiv von Bürgermeister Andreas Strauß für den absichtlichen Verstoß gegen einen Bebauungsplan kritisiert worden. Strauß legte der Gemeinderätin in der Sitzung, die zahlreiche Gemeindebürger verfolgten, nahe, den Rücktritt einzureichen. Genau das hat Huber jetzt getan. Am Donnerstag trat sie laut Dreier mit sofortiger Wirkung von ihrer Funktion als Kreisrätin zurück. Laut Landrat hätte die Politikerin ihm gegenüber erklärt, auch ihr Amt als Gemeinderätin aufgeben zu wollen. Bislang ist das nach Auskunft von Bürgermeister Andreas Strauß allerdings noch nicht passiert.

Huber war in die Kritik geraten, nachdem im Wochenblatt berichtet wurde, dass in fünf Holz-Häusern, die ihre Familie errichtet hatte, jeweils drei statt der erlaubten zwei Wohnungen gebaut wurden. Hubers Sohn hatte auf Anfrage des Wochenblattes erklärt, dass man bewusst gegen den Bebauungsplan verstoßen habe, um Flüchtlingen Wohnungen anbieten zu können. In der Bauausschusssitzung war dann aber bekannt geworden, dass nur in drei der Häuser Flüchtlinge leben würden. Der Bauausschuss lehnte die Anträge Hubers, die Wohnungen nachträglich zu genehmigen, ab.


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