27.01.2018, 11:15 Uhr

Millionenprojekt Eisstadion Fast so gut wie neu


Nach dem Umbau wird die neue Eishalle nicht wiederzuerkennen sein. Am Freitag wurden die Planungen für die Eishallensanierung vom Stadtrat abgesegnet.

LANDSHUT Im Jahr 2019 soll es losgehen. Danach wird kein Stein mehr auf dem anderen bleiben am Gutenbergeweg. Jedenfalls hatte man am Freitag im Plenum diesen Eindruck, als die Architekten Stefan Feigel und Uwe Schlenker Details des Multimillionen-Euro-Projekts Eishallensanierung vorstellten. Im Prinzip bekommt der EVL ein komplett neues Stadion.

Zweigeteilte neue Osttribüne mit Ober- und Unterrang, offenes Bistro mit Terrasse statt Restaurant, angehobene Dachkonstruktion mit neuer Entlüftungsanlage, neugestaltete Fassade im Außenbereich, Anpassung der Zugangs- und Rettungswege – im Eisstadion bleibt nichts, wie es war. Bis 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 4.750 Zuschauer wird das neue alte Stadion fassen, davon rund 3.000 Stehplätze haben.

Neben der neuen Tribüne wird wohl der Bistrobereich mit Terrasse die auffälligste Neuerung sein. Ein Restaurant lässt sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben, deshalb soll jetzt laut Schlenker ein „offener Gastronomiebereich“ verwirklicht werden. In anderen Stadien habe sich das Konzept bereits bewährt. Mit einer großen Terrasse wird ein Aufenthaltsbereich für die Zuschauer geschaffen, außerdem ist dieser Bereich barrierefrei und damit ideal für Rollstuhlfahrer.

Das Konzept wurde mit großer Mehrheit vom Stadtrat abgesegnet, damit können die Planungen beginnen. Dagegen waren nur Gerd Steinberger und Anja Koenig (beide SPD). Steinberger kritisierte, dass sein Vorschlag, eine Machbarkeitsstudie für einen kompletten Neubau, nicht umgesetzt wurde. Oberbürgermeister Alexander Putz konterte: „Wir haben das untersucht. Es hat sich als völlig unwirtschaftlich herausgestellt.“

Beschlossen wurde in der Sitzung auch, dass übergangsweise der EVL eine zweite Videoanzeigetafel bekommt, um die Situation für die Fans zu verbessern, bis die Sanierungsarbeiten abgeschlossen ist. Beantragt hatten das Lothar Reichwein und Ludwig Zellner (beide CSU). 15.000 Euro wird die Anzeigentafel kosten. Angesichts der Kosten von über 20 Millionen Euro für die Stadionsanierung, die fast schon einem Neubau gleicht, ein geradezu lächerlicher Betrag.


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