25.10.2017, 13:45 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Justiz Spitzen-Ermittler in OB-Affäre wird nach Landshut befördert


Theo Ziegler erklärte Deutschland, warum man in Regensburg den OB verhaftete. Jetzt, nach Anklageerhebung, macht er einen Karrieresprung.

LANDSHUT Landshut. Einer der maßgeblichen Ermittler in der Spenden-Affäre um den suspendierten Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat einen Sprung auf der Karriereleiter gemacht. Theo Ziegler, der den bundesweiten Medien die Vorgehendweise der Behörde beispielsweise nach der Verhaftung Wolbergs im Januar 2017 erläuterte, wird offenbar Vizepräsident am Landgericht Landshut. Offiziell ist jedenfalls schon, dass die Regensburger Behörde einen neuen Oberstaatsanwalt als ständigen Vertreter der Behördenleitung sucht. Das war bisher Ziegler. Bis 27. Oktober können sich laut Stellenausschreibung Bewerber um den Posten in Position bringen. Interessant ist der Zeitpunkt der Beförderung. Ziegler war einer der treibenden Ermittler, auch wenn die Regensburger Staatsanwältin als Gruppenleiterin, Christine Ernstberger, das Verfahren führt. So zeichnete er laut Ermittlungsakten zahlreiche Verfügungen ab.

Ausgelöst worden waren die Ermittlungen durch ein umfangreiches Schreiben des SPD-Schatzmeisters Thomas Goger, der Ungereimtheiten und ungewöhnlich hohe Spenden aus der Immobilienbranche an den Regensburger SPD-Ortsverein Stadtsüden ausgemacht hatte, die in Tranchen von jeweils unter 10.000 Euro ausbezahlt wurden. Goger ist selbst Staatsanwalt.

Bewerbungen auch an anderen Gerichten

Ziegler hatte sich übrigens bereits als Vizepräsident in Regensburg und für die Stelle als Leitender Oberstaatsanwalt in Deggendorf beworben, wurde aber vor Abschluss der Ermittlungen nicht befördert.


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