26.12.2020, 19:57 Uhr

Jahresbilanz Staatliches Bauamt Landshut investierte im Jahr 2020 Rekordsumme in regionale Projekte

Kanalbrücke in Riedenburg- Foto: Tobias Nagler/Staatl. Bauamt LandshutKanalbrücke in Riedenburg- Foto: Tobias Nagler/Staatl. Bauamt Landshut

Neues planen und bauen, Vorhandenes erhalten, pflegen und die Nutzbarkeit sichern – seit jeher das Kerngeschäft des Staatlichen Bauamts Landshut. Und das war es auch 2020, allerdings unter corona-erschwerten Bedingungen

Landkreis Kelheim. „Das Jahr brachte viele Herausforderungen mit sich“, sagt Behördenleiter Gerhard Kriegereit, zugleich verantwortlich für den Bereich Hochbau. Dennoch hat das Staatliche Bauamt ein Rekordvolumen im Umfang von mehr als 70 Millionen Euro umgesetzt. „Diese Gelder fließen in heimische Unternehmen, sichern Arbeitsplätze und stärken somit direkt unsere Region“, sagt Robert Bayerstorfer, Bereichsleiter Straßenbau.

Rund 33,5 Millionen Euro der Investitionssumme entfallen auf den Fachbereich Hochbau. Dessen derzeit wohl prominentestes Projekt liegt mitten in der Landshuter Altstadt: die Dach- und Fassadensanierung der Stadtresidenz. Die Arbeiten laufen seit Beginn des Jahres, Ende 2021 soll der erste von mehreren Bauabschnitten fertiggestellt sein. Nicht weniger umfangreich gestaltet sich der Mensa-Neubau für die Hochschule Landshut. Richtfest mit Bayerns Staatsbauministerin Kerstin Schreyer war im Sommer 2020, die Eröffnung ist zum Wintersemester 2021 vorgesehen. Weitere größere und kleinere Projekte waren etwa die Neubauten der Deggendorfer Flussmeisterstelle oder der Werkstatt- und Aufenthaltsgebäude am Standortübungsplatz der Bundeswehr in Leiblfing. Für den Bau des „Grünen Zentrums“ in Landshut wurde in den vergangenen Monaten ein Planungsteam zusammengestellt, 2021 soll hier die konkrete Planung beginnen.

Rund 38 Millionen Euro hat der Straßenbau investiert. Darunter fielen so umfangreiche Maßnahmen wie die Modernisierung der Landshuter Wittstraße (B15), der Neubau der Brücken bei Viecht und Tiefenbach (B11) oder die Sanierung der Kanalbrücke in Riedenburg (Staatsstraße 2231). Etwas kleinere, aber nicht minder wichtige Projekte waren beispielsweise der Lückenschluss im Radewegenetz bei Neufahrn (St 2142) oder die Fortführung des Radwegs entlang der B15 von Hachelstuhl nach Münchsdorf.

Für den ersten Bauabschnitt der Umfahrung Landshut im Zuge der B15neu wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Derzeit werden die Einwendungen bearbeitet.

Zudem ist das Staatliche Bauamt eines von vier Pilot-Bauämtern in Bayern beim „Building Information Modeling“ (BIM). Dabei werden sämtliche Planungen eines Projekts digitalisiert und in einem 3D-Modell gebündelt. BIM ermöglicht allen Projektbeteiligten, an einem stets aktuellen Modell zu arbeiten – Planungszwischenstände der einzelnen Disziplinen wie etwa Ingenieurbau oder Landschaftsplanung, die aufwendig wieder zusammengeführt werden müssen, entfallen. Konkret zum Einsatz kommt das Verfahren beim dreistreifigen Ausbau der B 299 von Geisenhausen nach Vilsbiburg.

„Glücklicherweise hatte die Corona-Pandemie bislang kaum oder keine Auswirkungen auf unsere Projekte“, sagt Gerhard Kriegereit. Und Robert Bayerstorfer ergänzt: „Es war uns ein großes Anliegen, die Baumaßnahmen – natürlich unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften – konsequent weiterzuführen. Dafür haben wir aus der Privatwirtschaft positive Rückmeldung erhalten.“

Das Staatliche Bauamt Landshut betreut in der Stadt Landshut und den Landkreisen Landshut, Dingolfing-Landau und Kelheim im Fachbereich Hochbau rund 440 Gebäude in circa 120 Liegenschaften. Der Bereich Straßenbau ist für ein Netz von 240 Kilometer Bundesstraßen, 630 Kilometer Staatsstraßen sowie 150 Kilometer Geh- und Radwege und etwa 470 Brücken verantwortlich.


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