08.12.2020, 12:44 Uhr

Wildenberg „Kinder und Jugendliche sind der Gemeinde ein Herzensanliegen“

Landtagsabgeordnete Petra Högl im Austausch mit Wildenbergs Bürgermeister Winfried. Foto: Stefan ScheuererLandtagsabgeordnete Petra Högl im Austausch mit Wildenbergs Bürgermeister Winfried. Foto: Stefan Scheuerer

Im Rahmen ihrer Tour durch die Rathäuser im Landkreis Kelheim hat die Kelheimer Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU) Wildenbergs neuen Bürgermeister Winfried Roßbauer unter Einhaltung der geltenden Infektionsschutzbestimmungen einen Besuch abgestattet und ihm ihre Unterstützung angeboten.

Wildenberg. „Mir ist es wichtig zu erfahren, wo unsere Kommunen gerade auch in Zeiten von Corona Unterstützung benötigen. Diese Anregungen möchte ich mit nach München nehmen und diese an den entscheidenden Stellen platzieren“, führte Högl eingangs des Arbeitsgesprächs mit Wildenbergs Rathauschef aus.

Stärkung der Grundschule und Weiterentwicklung des Kindergartens

Ein Herzensanliegen, so Roßbauer, sei für ihn und die Gemeinde die bestmögliche Förderung von Kindern und Jugendlichen. „Wir wollen, dass sich unsere jüngsten Gemeindebürger bei uns wohl fühlen und die Familien bei uns bleiben beziehungsweise zu uns kommen“, führte Roßbauer aus. Daher plane die Kommune mittelfristig den bestehenden gemeindlichen Kindergarten „Zwergerlhaus“, der schon heute eine Ganztagesbetreuung ermögliche, mit einer Naturkindergruppe zu erweitern. Dies vor allem auch deshalb, um den gestiegenen Bedarf und den Wünschen der Eltern gerecht zu werden.

Im Bereich der Grundschule habe die Gemeinde kürzlich vier Luftreinigungsgeräte der Firma Wolf aus Mainburg angeschafft, um die Luft in den Klassenzimmern von Aerosolen zu reinigen. Dies sei, so Roßbauer, eine sinnvolle ergänzende Maßnahme zu den bereits geltenden Infektionsschutzmaßnahmen und schütze Schüler sowie Lehrkräfte. Für Roßbauer sei es auch oberstes Ziel, die Grundschule am Ort zu halten. Hierfür sei die Gemeinde auch bereit einiges zu tun. Petra Högl begrüßte die Anschaffung der Luftreinigungsgeräte für die Klassenzimmer an der Grundschule und ergänzte, dass der Freistaat die Anschaffung solcher Geräte für Klassenzimmer finanziell unterstütze, die nicht ausreichend durch gezieltes Fensteröffnen oder durch eine raumlufttechnische Anlage belüftet werden können. Die Antragsfrist für dieses Förderprogramm endet am 31. Dezember 2020, wie Högl berichtete.

Nahwärmeverbund und Installation von PV-Anlagen

Zu sprechen kamen die beiden auch auf ein aktuelles Projekt der Kommune. Mit dem Bau einer Hackschnitzelheizung neben der Gemeindekanzlei wolle die Gemeinde einen Nahwärmeverbund schaffen. Dieser solle dann die Schule, die Turnhalle, die Gemeindekanzlei und weitere umliegende Häuser mit Wärme versorgen. „Hier ist alles vorbereitet und fertig beantragt. Wir sind als Kommune derzeit noch auf der Suche nach einem wirtschaftlichen Betreiber des Nahwärmeverbundes“, führte Roßbauer aus. Seiner Ansicht nach sei dies ein tolles Zukunftsprojekt für die Gemeinde, welches mit hohen Förderungen aus dem Dorferneuerungsprogramm des Bayerischen Landwirtschaftsministerium bezuschusst werde. Auch sei die Gemeinde der Energieagentur Regensburg beigetreten. Zuletzt sei auch noch die Installation von PV-Anlagen mit in Summe rund 30 kWP auf den Dächern der Gemeindekanzlei, der Turnhalle sowie dem Kindergarten vorgesehen. Petra Högl lobte in diesem Zusammenhang die Gemeinde für ihre Anstrengungen bei der Umsetzung der Energiewende.

Weitere Themen des Arbeitsgesprächs zwischen Högl und Roßbauer waren auch noch die zu ertüchtigende beziehungsweise neu zu bauende Kläranlage, die Sanierung von Kanälen wegen hohem Fremdwasseranteil sowie der Bau des Geh- und Radwegs von Indorf bis nach Siegenburg. Zum Abschluss bedankte sich Wildenbergs Rathauschef bei Petra Högl für ihr Kommen und das offene Ohr. Högl sagte, sie freue sich darauf, der Gemeinde Wildenberg als Abgeordnete und Kreisrätin weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen zu können.


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