25.11.2020, 09:22 Uhr

Verkehr „Gemeinsam für die B16“ – die IHK hält einen zügigen Ausbau für notwendig

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Trotz des durch Corona aktuell verringerten Verkehrsaufkommens, ist die B16 zwischen Regensburg und Günzburg überlastet. Wirtschaftsvertreter entlang der Bundesstraße sind sich einig, dass ihr Ausbau weiter vorangetrieben werden müsse.

Landkreis Kelheim. Dazu bekannten sich die Spitzen von sechs IHK-Gremien in parallel durchgeführten virtuellen Konferenzen mit den zuständigen Staatlichen Bauämtern. Das gemeinsame Ziel: bayernweit rund 30 unterschiedliche Ausbauabschnitte, Ortsumgehungen und Brückenneubauten voranbringen.

„Wir benötigen die B16 als belastbare und zuverlässige Verbindung nach Regensburg und Ingolstadt. Spätestens nach der Corona-Krise werden wir wieder deutlicher an vielen Stellen ihre Defizite und Überlastungen spüren. Viele Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe sind an der Bundesstraße angesiedelt und auf eine gute Erreichbarkeit und funktionierende Logistik angewiesen“, erklärte Michael Gammel, der Vorsitzende des IHK-Gremiums Kelheim.

Für viele Unternehmen von Günzburg bis Regensburg ist die B16 als Zugang zu den Autobahnen A8, A9 und A3 von existenzieller Bedeutung. Insgesamt sollen nach den Plänen, die der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in einer 2017 vorangegangenen gemeinsamen B16-Konferenz vorgestellt hatte, rund 400 Millionen Euro entlang dieser Verkehrsachse investiert werden.

„Uns war es wichtig zu verdeutlichen, dass diese Bundesstraße für die Wirtschaft eine überregionale Bedeutung hat, für die wir uns weiterhin mit Nachdruck einsetzen werden“, bestätigte auch der Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses Manfred-Jürgen Fichtl. „Die einzelnen Teilprojekte sind Bausteine einer Gesamtachse, die nur im Zusammenspiel ihren vollen Nutzen entfalten können. Im Landkreis Kelheim brauchen wir hierfür dringend den Ausbau bei Bad Abbach und Neustadt an der Donau.“ Gremiumsvorsitzender Gammel zeigte sich nach den Gesprächen mit den Bauämtern zufrieden: „Es war wichtig zu erfahren, wo die Planungen stehen und die Sicherheit zu haben, dass der weitere Ausbau nicht ins Stocken gerät.“

An den parallel stattfindenden virtuellen Konferenzen nahmen Vertreter des IHK-Gremiums Kelheim, der Regionalgremien Dillingen und Donau-Ries der IHK Schwaben, der Regionalgremien Neuburg-Schrobenhausen, Ingolstadt und Pfaffenhofen der IHK München sowie Vertreter der zuständigen Staatlichen Bauämter Regensburg, Landshut, Ingolstadt, Augsburg und Krumbach teil.


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