20.10.2020, 11:26 Uhr

Feierliche Übergabe Verleihung des zwölften Kunst- und Kulturpreises des Landkreises Kelheim

Landrat Martin Neumeyer, 1. Vorsitzender Günther Schlagbauer, Bürgermeister Thomas Zehetbauer, 2. Vorsitzender Bernd Schlagbauer, Monsignore Johannes Hofmann, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Kelheim Dr. Erich Utz und Spielleiter Alois Gaul. Foto: Monika Rappl/LRA KelheimLandrat Martin Neumeyer, 1. Vorsitzender Günther Schlagbauer, Bürgermeister Thomas Zehetbauer, 2. Vorsitzender Bernd Schlagbauer, Monsignore Johannes Hofmann, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Kelheim Dr. Erich Utz und Spielleiter Alois Gaul. Foto: Monika Rappl/LRA Kelheim

Am Mittwoch, 14. Oktober, fand im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes die feierliche Übergabe des zwölften Kunst- und Kulturpreises 2020 an den Preisträger Passionsspiele Altmühlmünster e.V. statt. Der Preis wird seit 1999 vom Landkreis Kelheim in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Kelheim vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Landkreis Kelheim. Der Preis kann an Einzelpersonen, Personengruppen und Vereinigungen vergeben werden, die durch Geburt, Leben oder Wirken mit dem Landkreis Kelheim verbunden sind und sich durch ihr Werk hervorragende Verdienste um das kulturelle Leben im Landkreis erworben haben.

Die Entscheidung des unabhängigen Vergabegremiums, bestehend aus Landrat Martin Neumeyer, dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Kelheim Herrn Dieter Scholz und zehn Kreisräten von allen politischen Gruppierungen des Kreistages Kelheim erfolgte aus den über 30 eingegangenen Vorschlägen von den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises mit folgender Begründung: „Die Passionsspiele Altmühlmünster stehen in der Tradition der christlichen Passionsspiele und erzählen die Geschichten vom Leben und Sterben Jesu Christi, insbesondere den Ablauf des Karfreitags. Die Aufführungen stellen einen zeitgemäßen Umgang mit den Grundlagen und Traditionen des christlichen Glaubens dar und sprechen nicht nur religiös geprägte Teile der Gesellschaft an.“

Die Passionsspiele von Altmühlmünster wurden erstmals 1983 aufgeführt. Alle fünf Jahre, zuletzt 2017 bringen seitdem die rund 100 Mitwirkenden das Leiden und Sterben Christi auf die Bühne in der Pfarrkirche von Altmühlmünster. Alle Akteure sowie die Helferinnen und Helfer hinter der Bühne sind seitdem ehrenamtlich tätig, die Einnahmen werden nach Abzug der Unkosten an karitative Einrichtungen zumeist aus der Region gespendet. Inzwischen steht das Passionsspiel in der Pfarrkirche von Altmühlmünster nach seiner achten Spielreihe. Die bisher 98 Aufführungen haben fast 20.000 Zuschauer besucht.

Monsignore Johannes Hofmann, bis vor kurzem Stadtpfarrer in Neustadt an der Donau und seit vielen Jahren mit den Passionsspielen Altmühlmünster e.V. freundschaftlich verbunden, würdigte als Laudator die herausragende Leistung und überbrachte auch die Grüße von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, der in der letzten Spielzeit als Schirmherr fungieren durfte. Er freute sich über ein „Wiedersehen mit alten Freunden“ und bezog dies nicht nur auf die persönlichen Begegnungen mit den Aktiven des Vereins sondern auch auf die Begegnung mit Gott. Vereinsvorsitzender Günther Schlagbauer und Mann der ersten Stunde freute sich ganz besonders über die Auszeichnung des von vielen anfangs als schier unmögliches Unterfangen belächelten und gegen alle Widerstände begonnenen Gemeinschaftsprojektes der Kirchengemeinde. Das Preisgeld wird laut Spielleiter Alois Gaul für die Ersatzbeschaffung verschlissener Kostüme verwendet. Nachdem der Verein die Erlöse der Aufführungen in voller Höhe wohltätigen Zwecke zuführt, ist die finanzielle „Extraspritze“ hochwillkommen.

Der Verein präsentierte sich den geladenen Gästen mit einer filmischen Präsentation sowie Aufnahmen der Aufführungen 2017. Die für 2022 geplante achte Spielreihe der Passionsspiele Altmühlmünster wird aufgrund der unsicheren Planungslage verschoben, es wird aber sicherlich eine nächste Spielreihe geben. Das Landratsamt gratuliert dem Preisträger.


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