11.10.2020, 23:19 Uhr

Verkehr Die Arbeiten auf der KEH 28 bei Niederleierndorf/Eichbühl sind abgeschlossen

 Foto: Michael Gassner, Landratsamt Kelheim Foto: Michael Gassner, Landratsamt Kelheim

Anfang April 2020 wurde die Brücke über die „alte Laber“ bei Eichbühl, die Anfang der 1960er-Jahre gebaut wurde, abgerissen.

Landkreis Kelheim. Aufgrund der zunehmenden Nutzlasten auf Brückenbauwerke, vor allem durch das höher werdende Gesamtgewicht von Schwerverkehrsfahrzeugen, war die für 30 Tonnen ausgelegte Bestandsbrücke nicht mehr zeitgemäß. Auch die Verschleißerscheinungen der letzten 60 Jahre trugen dazu bei, dass eine Sanierung unwirtschaftlich gewesen wäre.

Aufgrund der besonderen Lage der Brücke in einem Flora- und Fauna Habitat (FFH-Gebiet), waren ein „Landschaftspflegerischer Begleitplan“ sowie eine ökologische Baubegleitung notwendig. Vor Beginn der Abbrucharbeiten mussten die im Gründungsbereich des neuen Brückenbauwerks angesiedelte Libellenlarven und Großmuscheln umgesiedelt werden. Während der Bauarbeiten wurden die Auswirkungen der Baumaßnahme auf das umliegende Biotop überwacht.

Die Baumaßnahme umfasste den Neubau einer Brücke mit 60 Tonnen Nutzlast. Die Lichte Spannweite des Brückenkörpers zwischen den Widerlagern beträgt 15 Meter. Die Fahrbahnbreite auf der Brücke bemisst sich auf sieben Meter. Höhenmäßig musste das neue Bauwerk an den bestehenden Straßenzug der KEH 8 angepasst werden, wodurch kleinere Straßenbauarbeiten notwendig wurden. Zum Abschluss der Baumaßnahme wurden in den letzten Wochen noch die Pflasterarbeiten an den Böschungen rund um die Brückenpfeiler durchgeführt. Ebenso wurden die vorhandenen Entwässerungseinrichtungen des Straßenkörpers mit denen des neuen Brückenbauwerks zusammengeschlossen. Anschließend wurde die im „Landschaftspflegerischem Begleitplan“ geforderte, ursprüngliche Vegetation wiederhergestellt. Als letztes wurden die notwendigen Schutzeinrichtungen, wie Leitplanken und Geländer montiert.

Insgesamt beliefen sich die Kosten für Ersatzneubau der Brücke inklusive aller Nebenarbeiten sowie den Planungskosten auf circa 1,1 Million Euro, wovon circa 50 Prozent durch das Bayerisches Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (BayGVFG) der Regierung von Niederbayern übernommen werden.

Das Landratsamt Kelheim entschuldigt sich bei den Anwohnern für die Unannehmlichkeiten während der Bauausführung und bedankt sich für das entgegengebrachte Verständnis.


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