15.09.2020, 13:25 Uhr

Kommunalpolitik Bürgermeister aus Hausen und Herrngiersdorf tauschen sich mit Florian Oßner aus

CSU-Bundestagsabgeordneter und Infrastrukturpolitiker Florian Oßner steckte mit Bürgermeisterin Ida Hirthammer (Herrngiersdorf) und Bürgermeister Johannes Brunner (Hausen) zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für die Heimatregion ab. Foto: Büro OßnerCSU-Bundestagsabgeordneter und Infrastrukturpolitiker Florian Oßner steckte mit Bürgermeisterin Ida Hirthammer (Herrngiersdorf) und Bürgermeister Johannes Brunner (Hausen) zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen für die Heimatregion ab. Foto: Büro Oßner

Sowohl der Hausener Bürgermeister Johannes Brunner (FW) als auch die Herrngiersdorfer Bürgermeisterin Ida Hirthammer (WG) sind neu im Amt. Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) gratulierte beiden zur neuen Aufgabe und steckte zugleich die gemeinsamen Projekte ab. Dem Abgeordneten gaben die Bürgermeister deshalb eine Reihe von Anliegen mit.

Hausen/Herrngiersdorf. Hausens Bürgermeister Johannes Brunner schilderte dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner die Sorgen der Gemeinde bei der Kinderbetreuung: „Sowohl Kindergarten als auch Grundschule sanieren wir mit Fördergeldern. Wir bieten gute Rahmenbedingungen und ein gutes Konzept. In der Gemeinde Hausen haben wir in den letzten Monaten vier neue Mitarbeiterinnen für die Kindertagesstätte eingestellt.“ Eine Gruppe werde außerdem im Pfarrheim unterkommen. „Das Baureferat der Diözese hat bereits zugestimmt“, informierte Brunner.

Sorgen bereitet dem Bürgermeister das Hochwasserschutzgebiet zwischen Hausen und Saladorf. 2006 habe die Gemeinde in diesem Bereich ein Baugebiet erschlossen. Drei Jahre später wurde vom Wasserwirtschaftsamt dort eine Hochwassergefahrenfläche für ein hundertjährliches Hochwasser ausgewiesen. "Das betrifft auch bereits bebautes Gebiet. Dagegen haben wir Einspruch erhoben", so der Bürgermeister. In solchen Fällen müsse eine Lösung gefunden werden, da sich die Gemeinde auch weiterentwickeln wolle.

Gemeinden entwickeln

Gleiches gelte für die Gemeinde Herrngiersdorf, wie Bürgermeisterin Ida Hirthammer anfügte. „Wir brauchen zusätzlichen Wohnraum. Deshalb haben wir im Gemeinderat die Aufstellung eines verbindlichen Bebauungsplanes zur Siedlungserweiterung beschlossen. Ziel ist es, im Südosten von Herrngiersdorf neue Bauplätze zu entwickeln. Wir werden dort die bestehende Wohnsiedlung erweitern“, so Hirthammer. Das sei eine Investition in die Zukunft.

Investieren werde man außerdem in den weiteren Breitbandausbau. „Wir wollen uns am neuen Gigabitprogramm des Bundes beteiligen“, teilte Hirthammer mit. Die Gemeinde habe deshalb ein Planungsbüro beauftragt, eine Voruntersuchung zu starten und eine Markterkundung durchzuführen. „Wir hoffen natürlich, dass sich ein Anbieter findet, der das Netz ausbaut. Das war in der Vergangenheit oft schwierig, auch weil die Tiefbau-Firmen alle ausgebucht waren“, so Hirthammer. Anschlüsse im Gigabit-Bereich wären aber gerade für die Gewerbebetriebe interessant und wichtig. Infrastrukturpolitiker Oßner konnte hier Förderungen in Aussicht stellen: „Wir haben seitens des Bundes unser Breitbandförderprogramm für ein flächendeckendes Glasfasernetz massiv ausgebaut. Damit wollen wir gerade die ländlichen Räume verstärkt unterstützen, damit diese nicht im Wettbewerb zu den großen Städten zurückfallen“, so Oßner, der selbst aus einem landwirtschaftlichen Betrieb stammt.

Einnahmen wieder investieren

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer wiederum investiere man wieder in der Gemeinde. So wird die Mittagsbetreuung ausgebaut und es werden Grundstücke für die Erweiterung des Kindergartens und der Grundschule ausgewiesen. „Außerdem werden wir unseren Bauhof neu und umfangreich ausstatten“, so Hirthammer. Brunner und Hirthammer sprachen auch den Zustand der A93 an. „Die Fahrbahn ist ein einziger Flickenteppich“, waren sich die Bürgermeister einig. Brunner betonte, dass die Autobahn bald saniert werden müsse. Denn ein neuer, durchgehender Fahrbelag würde die Geräuschentwicklung auf jeden Fall dämmen. Verkehrspolitiker Florian Oßner stimmte dem zu: „Die A93 weist zum Teil große Schäden auf. Die Fahrbahn sollte durchgehend erneuert werden. Wir sind gerade dran, einen Plan zu erstellen, wie die Sanierung mit den zahlreichen weiteren Maßnahmen in der Region Kelheim koordiniert werden kann“, sicherte Oßner den Bürgermeistern zu.


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