11.09.2020, 08:56 Uhr

Kommunalpolitik Bundestagsabgeordneter Florian Oßner stimmt sich eng mit Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger ab

CSU-Bundestagsabgeordneter Florian Oßner sichert Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger seine Unterstützung bei den anstehenden Projekten zu. Im Hintergrund sieht man die Befreiungshalle.  Foto: maCSU-Bundestagsabgeordneter Florian Oßner sichert Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger seine Unterstützung bei den anstehenden Projekten zu. Im Hintergrund sieht man die Befreiungshalle. Foto: ma

Grüne Technologien und infrastruktureller Ausbau standen auf der Agenda des neuen Kelheimer Bürgermeisters Christian Schweiger beim Gespräch mit Bundestagsabgeordneten Florian Oßner (CSU).

Kelheim. „Grün, grün, grün, sind alle meine Kleider“, so lautet der Titel eines bekannten deutschsprachigen Volksliedes. Der neue „schwarze“ Bürgermeister der Stadt Kelheim, Christian Schweiger (CSU), hat vor, seine Stadt in ein „Green Energy-Gewand zu kleiden“. Dafür plant er unter anderem, Unternehmen aus den Bereichen Power-to-Gas, erneuerbare Energien oder Wertstoffgewinnung auf dem ehemaligen Gelände der Südchemie anzusiedeln. Weiterhin sollen die „weißen Flecken“ im Mobilfunknetz in Kelheim und Umland verschwinden. Dass er da offenen Türen bei Bundestagsabgeordneten und Verkehrspolitiker Florian Oßner eintrat, ist offensichtlich: Er schlug dem neuen Stadtoberhaupt vor, in Kelheim eine Wasserstoff-Tankstelle zu bauen.

„Wasserstoff-Campus“ Kelheim

Das Projekt könnte Teil eines so genannten „Wasserstoff-Campus“ werden. Es gebe Schweiger zufolge mehrere gutgehende Tankstellen in Kelheim, die für eine Wasserstofftankstelle einen guten Standort bieten würden. Denn die Voraussetzung, um eine Bundesförderung aus dem Topf von „H2 Mobility“ zu erhalten, sei, dass eine Tankstelleninfrastruktur oder zumindest vorhandenes Know-how besteht, informierte Oßner. Ein flächendeckendes Netz an Wasserstoff-Tankstellen sei laut Oßner entscheidend, um das Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellenmobilität weiter voranzutreiben. Kelheim liegt auf der vielbefahrenen Achse „Riedenburg – Kelheim-– Bad Abbach – Abensberg“, deswegen wäre Kelheim ein idealer Standort. „Niemand kauft sich ein teures Wasserstofffahrzeug, wenn sich keine Tankstelle dafür in der Nähe befindet“, so Oßner.

Die geplante Wasserstofftankstelle würde ein Anliegen von Bürgermeister Schweiger darüber hinaus ideal ergänzen: Er ist der Meinung, dass Power-to-Gas und Wertstoffentwicklung Zukunftstechnologien sind, die uns in den nächsten 30 bis 50 Jahren begleiten werden. Das 110.000 Quadratmeter große ehemalige Südchemie-Gelände wäre ein prädestinierter Standort. „Wir sind gerade dabei, das in die Wege zu leiten. Es fehlt lediglich ein Investor." Dies alles könnte der Stadt Kelheim einen "attraktiven Lifestyle-Charakter“ einbringen, fand Oßner.

Ausbau der B16 für mehr Sicherheit

Die Stadt Kelheim habe „optimale Voraussetzungen“, insbesondere durch die zentrale Lage zwischen den Metropolen, betonte Oßner. Da konnte ihm Schweiger nur zustimmen. Der dreispurige Ausbau der B16 in Richtung Regensburg befindet sich schon auf der politischen Agenda des Bürgermeisters. „Es gibt dringenden Handlungsbedarf, gerade in punkto Sicherheit. Hier muss Ursachen- und keine Symptombekämpfung gemacht werden“, so Schweiger.

Ziel: Lückenlose Breitbandversorgung

Was der Stadt noch fehle, sei eine lückenlose Breitband- und Mobilfunkversorgung, machte Schweiger deutlich. „Wir sind hier zwar schon sehr weit. Trotzdem gibt es immer noch 'weiße Flecken', wie zum Beispiel im Bereich der Goldbergklinik“, so der Stadtchef. „Wir haben unsere Förderrichtlinie des Bundes für schnelles Internet nochmals überarbeitet – es lohnt sich, die Gelder abzugreifen“, informierte Oßner. „Am Ende wird dies entscheidend sein, um im harten Wettbewerb um neue Technologien und hoher Lebensqualität bestehen zu können“, machte Oßner deutlich.


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