27.08.2020, 12:43 Uhr

Grundstücksmarktbericht Der Boom am Grundstücks- und Immobilienmarkt im Landkreis Kelheim setzt sich fort

Lorenz Schels, Elisabeth Schweizer und Landrat Martin Neumeyer.  Foto: Marcus Dörner/LRA KelheimLorenz Schels, Elisabeth Schweizer und Landrat Martin Neumeyer. Foto: Marcus Dörner/LRA Kelheim

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses am Landratsamt Kelheim hat die im letzten Jahr beurkundeten Verkäufe ausgewertet. Entstanden ist der dritte Grundstücks- und Immobilienmarktbericht – ein Nachschlage- und Informationswerk für jedermann.

Landkreis Kelheim. Diesen haben Lorenz Schels, Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses und Elisabeth Schweizer, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Landrat Martin Neumeyer am Donnerstag, 20. August, vorgestellt.

Der Bericht richtet sich an alle, die sich unter anderem für Bauland-, Haus- oder Wohnungspreise und deren Entwicklung interessieren. Auch Landwirtschafts- und Forstverkäufe werden ausgewertet. Die letzten Kapitel richten sich insbesondere an Sachverständige, so können erstmals Vergleichsfaktoren für Wohnungen, dem nach Anzahl größten Teilmarkt des Landkreises, veröffentlicht werden.

Für 151 Millionen Euro wurden im Jahr 2019 Häuser im Landkreis gekauft, knapp 124 Millionen Euro wurden in Eigentumswohnungen investiert, gefolgt von etwa 74 Millionen Euro für unbebaute Grundstücke. Besonders der Markt für Eigentumswohnungen hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Während die Hausverkäufe seit zehn Jahren etwas über 400 Urkunden liegen, übersteigen die Wohnungsverkäufe diese inzwischen. Der Geldumsatz für Wohnungen hat gegenüber 2018 um knapp 15 Prozent zugenommen. Aber auch das klassische Einfamilienhaus erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. 59 Prozent der bebauten Grundstücksverkäufe 2019 entfallen auf freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, gefolgt von 19 Prozent Doppel- und Reihenhäuser.

Die Wohnbauflächen gehen 2019 gegenüber 2018 deutlich zurück, fast 40 Prozent weniger Verträge sind zu verzeichnen. Der Geldumsatz sinkt um über 19 Prozent auf 34,4 Millionen Euro bei einem Gesamtflächenumsatz von 17,5 Hektar. In den Zentren Abensberg, Bad Abbach, Kelheim, Mainburg und Neustadt, liegt der Quadratmeterpreis für vollerschlossenes Bauland inzwischen im Durchschnitt bei 300 Euro pro Quadratmeter, für den übrigen Landkreis beträgt er 170 Euro pro Quadratmeter. Der Bericht steht allen Interessierten auf der Homepage des Landratsamtes im Internet unter www.landkreis-kelheim.de kostenlos zum Download zur Verfügung.


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