18.08.2020, 13:35 Uhr

Antrittsbesuch Landtagsabgeordnete Petra Högl im Gespräch mit Neustadts Bürgermeister Thomas Memmel

 Foto: Stefan Scheuerer Foto: Stefan Scheuerer

Im Rahmen ihrer Sommertour durch den Landkreis Kelheim stand für Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU) kürzlich ein Besuch des neuen Neustädter Bürgermeister Thomas Memmel auf der Agenda.

Neustadt an der Donau. Seit rund 100 Tagen ist Memmel nun im Amt und hat in dieser Zeit bereits einiges bewegen können. „Es mach natürlich riesigen Spaß, etwas für unsere Stadt voranzubringen und anzuschieben. Besonders freut es mich, dass wir innerhalb von acht Wochen gemeinsam mit dem BRK einen Waldkindergarten auf die Beine stellen konnten, der voraussichtlich bereits im September seinen Betrieb aufnehmen wird“, sagte Memmel eingangs des Gesprächs.

Keinen Hehl machte Högl daraus, dass sie sich über die Wahl Memmels zum Neustädter Bürgermeister besonders gefreut hat. „Ich bin fest davon überzeugt, dass du deine Heimatstadt erfolgreich entwickeln und in eine gute Zukunft führen wirst“, sagte Högl. „Gerne unterstütze ich Dich als Landtagsabgeordnete und Kreisrätin, wo es nur geht“, so Högl weiter. Högl ist ein ständiger Austausch mit den Kommunen im Landkreis ein wichtiges Anliegen. „Nur so gewinnt man einen Einblick, was bereits gut laufe, aber auch wo und wie die Kommunen im Kelheimer Landkreis noch besser vom Freistaat unterstützt werden können. Die möchte ich an den entscheidenden Stellen in München anbringen“, sagte die Abgeordnete.

Ein wichtiges Thema für Memmel und Högl ist die Steigerung der Attraktivität für den Beruf als Erzieher. „Wir brauchen mehr Erzieher, um die Kinderbetreuungsangebote entsprechend der Nachfrage der Eltern anbieten zu können. Dies ist bei uns aktuell ein großes Problem, da das Fachpersonal fehlt“, führte Memmel aus. Für die Kinderkrippen und Kindergärten sei der Träger derzeit intensiv auf der Suche nach Erzieherinnen und Erziehern in Voll- und Teilzeit. Auch Petra Högl ist dies ein großes Anliegen. „Wir beschäftigen uns im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags intensiv damit, wie wir die Attraktivität dieses so wichtigen Berufes verbessern können. Zugleich loten wir auch aus, wie wir Quereinsteiger und neue Zielgruppen gewinnen können“, berichtete Högl aus ihrer Arbeit in München. Ein wichtiger Baustein sei auch die geschaffene Erzieherausbildung mit optimierten Praxisphasen (OptiPrax). „Hier wurde die Möglichkeit für bestimmte Bewerbergruppen geschaffen, den Weg zum staatlich anerkannten Erzieher im Vergleich zur bestehenden Erzieherausbildung um ein Jahr bzw. für Abiturienten und berufliche Quereinsteiger in der Regel um bis zu zwei Jahre zu verkürzen. Dabei soll OptiPrax die bestehenden Varianten der Erzieherausbildung nicht ersetzen, sondern neben diesen weitere Varianten der Ausbildung darstellen und andere Bewerbergruppen ansprechen. Es sollen unterschiedliche Ausbildungswege für unterschiedliche Zielgruppen angeboten werden“, erläuterte Högl die Möglichkeit, die Erzieherausbildung bereits in drei statt fünf Jahren absolvieren zu können. Die dreujährige Ausbildung umfasse 2.400 Stunden Praxis und 2.400 Stunden Fachunterricht und werde in allen drei Jahren vergütet. Högl sicherte Memmel in diesem Zusammenhang zu, dieses Thema in München weiterhin intensiv zu begleiten.

Weitere Themen des Meinungsaustausches waren auch die mögliche Pflegeschule in Bad Gögging und der Technologiecampus. „Ein passendes Konzept für die Pflegeschule ist erarbeitet, ebenso ist ein möglicher Standort vorhanden“, sagte Memmel. Beim Technologiecampus sei man derzeit in den letzten Zügen der Bauleitplanung. „Wenn es ganz gut läuft, stellen wir bereits im September den Bebauungsplan hierfür auf“, freute sich der Rathauschef. Högl und Memmel betonten, dass der Technologiecampus einen wichtigen Teil dazu beitragen werde, eine stabile wirtschaftliche Entwicklung in der Region auch weiterhin zu gewährleisten. Der Freistaat unterstützt in den kommenden Jahren die Finanzierung des Technologiecampus in Neustadt im Rahmen seiner Technologieoffensive. „Mit der gezielten Wissenschaftsförderung im ländlichen Raum kommt der Freistaat auch seinem Verfassungsauftrag nach, für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern, in Stadt und Land, zu sorgen“, betonte Högl.

Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Thomas Memmel bei Petra Högl für ihr Kommen und das offene Ohr. Högl sagte, sie freue sich darauf, der Stadt Neustadt an der Donau als Abgeordnete und Kreisrätin weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen. Beide Politiker vereinbarten, im regelmäßigen Austausch zu bleiben.


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