21.07.2020, 14:27 Uhr

Umstrukturierung Freistaat setzt auf Neuausrichtung und Modernisierung der Landwirtschaftsverwaltung

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Zu der durch Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber vorgestellten Neuausrichtung und Modernisierung der Landwirtschaftsverwaltung nimmt die Kelheimer Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU) Stellung.

Abensberg. „In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft verändert. Der Schutz der natürlichen Ressourcen, das Tierwohl, der Klimawandel und auch die Digitalisierung sind Treiber dieser Anpassung. Dies stellt auch unsere landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis vor neue Fragestellungen und Herausforderungen und führt schließlich zu einem erhöhten Beratungsbedarf.“ Mit der Neuausrichtung und Modernisierung der Landwirtschaftsverwaltung will Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber die Landwirtschaft wieder in die Mitte der Gesellschaft rücken. Dabei soll auch die Beratung, unter Berücksichtigung regionaler Anforderungen, wieder näher an unsere Landwirte gebracht werden. Dies vor allem, um die bayerische Landwirtschaft auch weiterhin erfolgreich zu positionieren und die sich verändernden Belange in der Landwirtschaft und in der Gesellschaft zeitnah zu erkennen.

AELF Abensberg-Landshut als zentraler Ansprechpartner

Durch die Verbindung der beiden Landwirtschaftsämter Abensberg und Landshut und der daraus resultierenden Synergieeffekte soll das AELF Abensberg-Landshut künftig umfassender Ansprechpartner für alle wesentlichen Themen in seinem Amtsgebiet sein. Dies beinhaltet die Themen von der Förderung, Gemeinwohlberatung (Gewässerschutz, Wildlebensraum, Tierwohl, Ökologischer Landbau), Beratung zur Unternehmensentwicklung und Diversifizierung, Ernährung und Alltagskompetenz bis hin zu Bildung und Hoheitsvollzug. Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang auch, dass die Beratungsangebote durch die Verbundpartner LKP und LKV für unsere Landwirte intensiviert werden. Das AELF Abensberg-Landshut behält dabei das Sachgebiet „Überregionale Aufgaben zur Nutztierhalten“ sowie das überregionale Sachgebiet zur „Gemeinschaftsverpflegung“. Ebenso behält es die Abteilung „Gartenbau“ und wird mit der Fachschule Ökologischer Landbau in Landshut-Schönbrunn personalorganisatorisch verbunden. Ebenso bleiben für die Studierenden der Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, die Schulen in Abensberg und Landshut erhalten. „Bedauerlich ist dennoch, dass es künftig keine Landwirtschaftsschule für die Abteilung Landwirtschaft mehr in Landshut geben wird. Hier ist jedoch festzuhalten, dass die Neuausrichtung auf den Rückgang der Schülerzahlen im klassischen Bereich der Landwirtschaft und den sich ändernden Ausbildungswünschen der angehenden Landwirte reagiert. So wählen schon heute Studierende aus der Region den Zweig der ökologischen Landwirtschaft, der auch weiterhin an der Fachschule Ökologischer Landbau in Landshut angeboten wird. Und viele bevorzugen auch ein Studium im Bereich der Landwirtschaft, etwa an der nahegelegenen Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising“, so Högl. Durch die Reduzierung der Landwirtschaftsschulen von bislang 27 bayernweiten Standorten auf nunmehr 20 soll vor allem die Qualität an den Schulen weiter erhöht werden. Für die Studierenden aus dem Landkreis Kelheim steht mit der Schule für die konventionelle Landwirtschaft in Pfaffenhofen weiterhin ein von allen Landkreisteilen in erreichbarer Nähe gelegener Standort zur Verfügung. Ebenso gibt es weitere Schulstandorte in Erding und Straubing.


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