27.03.2020, 11:29 Uhr

Arbeiten gehen weiter Die Abensberger Rathaus-Baustelle trotzt der Pandemie

 Foto: Gerhard Rölz, Stadt Abensberg Foto: Gerhard Rölz, Stadt Abensberg

Die Bauarbeiten am Rathaus Abensberg gehen trotz der Pandemie bisher, wie geplant, weiter. Es gibt keine Ausfälle, etwa durch Leiharbeiter, die eventuell nicht mehr nach Deutschland gelangen, auch in Sachen Baumaterial gibt es keine Schwierigkeiten.

Abensberg. Abensbergs Bürgermeister Dr. Uwe Brandl ist „froh, dass wir mit sehr guten Handwerksbetrieben, vornehmlich aus unserer Region“, zusammenarbeiten. Das Fortschreiten der Bauarbeiten ist für die Stadtverwaltung und die Stadt Abensberg wichtig – aber auch für die Unternehmen, die involviert sind. „Wir versuchen natürlich so gut es geht, den Betrieb auf unseren Baustellen aufrecht zu erhalten. Das ist gut für uns, aber auch für die mittelständischen Betriebe, die dabei sind.“

Und tatsächlich sind in der letzten März-Woche allerhand Handwerker am Stadtplatz und in der Dollinger Straße im Einsatz: Stadtbaumeister Gerhard Rölz zählt „Natursteinleger, Aufzugbauer, Maler, Elektriker, Schreiner, Maurer, Trockenbauer und Spengler“ auf. Das Wetter spielt in dieser März-Woche mit, auch wenn der Wind auf dem Rathausturm „arg pfeift“, lacht Rölz kurz nach einer Besichtigung. Ganz da oben gibt es nämlich ein Problem – die Turmuhr wird derzeit vom Spezialunternehmen Turmuhren Rauscher in Regensburg hergerichtet und sollte mit Beendigung der Fassadenarbeiten wieder eingesetzt werden. Dann wird das Gerüst abgebaut. Allerdings meldete Turmuhren Rauscher nun, dass eine Verbindungsachse des Zeigerlaufwerks um sechs Zentimeter zu kurz ist. Das gute Stück wird in einem Spezialbetrieb hergestellt – und der sitzt in Italien. „Da kommt derzeit nichts“, sagt Rölz. Es könne also durchaus sein, dass das Uhrwerk erst eingesetzt werden kann, wenn das Gerüst schon – nach Beendigung der Fassadenarbeiten – abgebaut worden ist. Dann muss eine Hebebühne oder dergleichen angemietet werden. Rölz: „Wir können mit dem Abbau des Gerüsts nicht warten, das wäre zu kostspielig.“

Jetzt ist aber ohnehin erst mal das Wetter dran – das sorgt für Schnee und Temperaturen um null Grad, dann ist erstmal Pause an der Fassade. Ob die sechs Zentimeter, die in der Uhr fehlen, bis zum nächsten Sonnenschein allerdings schon da sind, ist nicht zu erwarten.

Außer diesem Detail aber läuft eigentlich alles wie geplant auf der Rathaus-Baustelle. Erste Feinheiten werden auch innen sichtbar – Rölz freut sich über eine technische Neuerung im künftigen Sitzungssaal, wo Induktionsschleifen die akustischen Signale an Menschen mit Hörgeräten verstärken. Der gesamte Verwaltungskomplex ist ja im Sinne der Barrierefreiheit geplant worden. Der Tag der offenen Baustelle, noch Anfang März für den 25. April festgelegt, wäre für die Stadt eine Möglichkeit gewesen, den Abensbergern vorzustellen, was sich da alles getan hat und noch tun wird – der aber wird nun wohl erst später stattfinden. Insgesamt aber ändert sich am Umzugstermin der Verwaltung von den angemieteten Ersatzräumlichkeiten in der Münchener Straße zurück ins Herz der Stadt Abensberg aber nichts, dieser soll im Herbst erfolgen.


0 Kommentare