26.03.2020, 12:51 Uhr

Landkreis Kelheim Nachbarschaftshilfen hoffen auf Solidarität

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Das gesellschaftliche Leben in den Städten und Gemeinden wird in der nächsten Zeit wegen der Ausbreitung der Corona-Infektionen sehr eingeschränkt sein. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, soll man Menschenansammlungen meiden und zu Hause bleiben. Dies alles geschieht auch zum Schutz von Risikogruppen, also Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen und chronisch Kranken.

Landkreis Kelheim. Besonders ältere Menschen, die alleine leben, sind jetzt verunsichert und wissen nicht, was sie tun sollen. Jetzt spielen die Nachbarschaftshilfen in den Gemeinden eine besonders wichtige Rolle. Sie können viel dazu beitragen, dass sich keine Panik breitmacht und Isolation und Hilflosigkeit vor allem unter der älteren Bevölkerung vermieden wird. Gesunde Menschen, die nicht selbst der Risikogruppe angehören, können sich bei aller gebotener Vorsicht um andere kümmern. Es gilt, den älteren und pflegebedürftigen Menschen von nebenan in den Blick zu nehmen.

„Dabei ist Helfen so einfach“, so die Seniorenbeauftragte des Landkreises Gabi Schmid. Es können Einkäufe mitgebracht, Rezepte vom Arzt oder Medikamente aus der Apotheke geholt, Fahrdienste durchgeführt oder auch einfach nur ein Gespräch angeboten werden und sei es am Telefon! Das Zentrum für Chancengleichheit im Landratsamt bittet deshalb die Bevölkerung im Landkreis, sich in Solidarität zu üben und sich um betroffene und besonders zu schützende Menschen zu kümmern. Besonders jüngere Bürgerinnen und Bürger sollen jetzt mobilisiert und zu einer Mithilfe in den Nachbarschaftshilfen motiviert werden.

Da die Nachbarschaftshilfen sich in den letzten Jahren in den Gemeinden etabliert haben, sind sie bestens dazu geeignet, Hilfsaktionen für die Bürger zu koordinieren. Es wird darum gebeten, sich bei der jeweiligen Nachbarschaftshilfe vor Ort zu melden, wenn man sich an dieser Aktion beteiligen möchten.


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