16.01.2020, 11:51 Uhr

Mehr bezahlbarer Wohnraum 2019 gab es 48 Millionen für den geförderten Wohnungsbau in Niederbayern


Die niederbayerische Wohnraumförderung befindet sich auf Rekordkurs: Mit 48,4 Millionen Euro haben Bund, Land und die Landesbodenkreditanstalt im vergangenen Jahr die Mittel für den Mietwohnungsbau in Niederbayern mehr als verdoppelt. Insgesamt werden damit 267 Mietwohnungen neu geschaffen und 90 Pflegeplätze sowie sechs Wohnungen modernisiert.

LANDKREIS KELHEIM / PRESSEMITTEILUNG Entsprechend zufrieden zeigte sich Regierungspräsident Rainer Haselbeck bei seiner Jahresbilanz: „Geförderter Wohnraum soll auch der Mitte der Gesellschaft zugutekommen. Deshalb liegt die Grenze für den Einzug in eine geförderte Wohnung sogar über dem Durchschnittseinkommen. Für eine Familie mit einem Kind beträgt sie beispielsweise bis zu 66.000 Euro Jahresbruttoeinkommen.“ Haselbeck betont in diesem Zusammenhang: „Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Wohnraumförderung des Freistaats den Bedürfnissen möglichst vieler Menschen gerecht wird. Seien es Beschäftigte, die Wohnraum in der Nähe ihrer Arbeitsstätte brauchen, Rentnerinnen und Rentner, die auch nach einem Umzug in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten, oder junge Leute, die nicht in die Stadt, sondern auf dem Land bleiben möchten. Deshalb hat die Regierung von Niederbayern auch 2019 nicht nur Wohnprojekte in großen Städten wie Landshut, Passau und Straubing gefördert, sondern auch in kleineren Städten und Gemeinden.“

Groß war 2019 die Nachfrage der Städte und Gemeinden nach dem eigens für sie entwickelten Förderprogramm. Neun niederbayerische Kommunen errichten 93 neue Wohnungen, zusätzlich werden sechs bestehende modernisiert. Insgesamt nehmen sie dafür 7,5 Millionen Euro als Zuschüsse und 9,8 Millionen Euro als Darlehen in Anspruch und lösen damit Investitionen in Höhe von knapp 20 Millionen Euro aus. 21,9 Millionen Euro wurden im Rahmen der „klassischen“ staatlichen Wohnraumförderung für 174 Wohnungen als Darlehen und Zuschüsse bewilligt. Damit werden Investitionen in Höhe von 37,9 Millionen Euro angestoßen. Für dieses Förderprogramm können auch im Jahr 2020 wieder Wohnungsbaugenossenschaften, städtische Wohnungsbaugesellschaften, kirchliche Institutionen, aber auch private und andere Investoren einen Antrag stellen. Die Förderung steht grundsätzlich auch Unternehmen offen, die Wohnraum für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen wollen.

Mithilfe des Bayerischen Modernisierungsprogramms können Eigentümer Fördermittel zum Beispiel für die energetische Sanierung, die Erneuerung von Bädern, die Optimierung der Wohnungsgrundrisse oder den Anbau von Balkonen erhalten. „Hier liegt viel Potential, das noch nicht voll ausgeschöpft wurde. Wenn in diesem Bereich mehr Anstrengungen unternommen werden, kann noch mehr Wohnraum geschaffen werden, der den energetischen und baulichen Anforderungen unserer Zeit entspricht“, regt Haselbeck an. Neben Mietwohnungen können auch Altenheime mithilfe des bayerischen Modernisierungsprogramms auf den neuesten Stand gebracht werden. So bewilligte die Regierung von Niederbayern für eine bessere Wohnqualität von 90 Pflegeplätzen in Straubing knapp neun Millionen Euro.

Ein gelungenes Beispiel für geförderten Wohnungsbau im Landkreis Kelheim wird derzeit von einem Unternehmer in Abensberg errichtet. Es entstehen sieben Mietwohnungen für Haushalte mit kleinem Einkommen, davon drei Zweizimmerwohnungen und vier Dreizimmerwohnungen. Die Regierung von Niederbayern hat für das Projekt einen Zuschuss in Höhe von rund 118.000 Euro und ein zinsverbilligtes Darlehen von 643.000 Euro bewilligt. 2019 konnte die Regierung von Niederbayern im Landkreis Kelheim eine Förderzusage für einen weiteren Neubau von 18 Wohneinheiten in der Stadt Kelheim erteilen und dafür Fördermittel von Bund und BayernLabo von rund 2,84 Millionen Euro bewilligen. Dieses Projekt löst Gesamtinvestitionen in Höhe von 3,3 Millionen Euro aus.


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