04.01.2020, 00:36 Uhr

Statistik Saisonaler Anstieg der Arbeitslosenzahl auch im Agenturbezirk Regensburg

(Foto: Bundesagentur für Arbeit)(Foto: Bundesagentur für Arbeit)

Im Dezember 2019 sind im Agenturbezirk Regensburg – Regensburg Stadt/Land, Kelheim und Neumarkt – 7.695 Menschen arbeitslos. Das sind 371 Personen oder 5,1 Prozent mehr als im Vormonat und 34 oder 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 2,2 Prozent und liegt damit 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat und exakt auf dem Prozentwert des Dezember 2018.

REGENSBURG Dazu Johann Beck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Regensburg: „Der jahreszeitliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember fällt in diesem Jahr ähnlich den Vorjahren moderat aus. Die lange Zeit kräftige Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich im Jahresverlauf etwas abgeschwächt, sie bewegt sich aber weiter auf sehr hohem Niveau. Der Einsatz von Saison-Kurzarbeitergeld verhindert zudem Arbeitslosigkeit. Unternehmen in witterungsbedingten Wirtschaftsbereichen behalten ihre Fachkräfte. Arbeitnehmer bleiben von saisonaler Arbeitslosigkeit verschont und profitieren von einer lückenlosen Beschäftigungsbiografie. Die Zeiten einer Auftragsflaute lassen sich idealerweise durch Weiterbildung der Beschäftigten nutzen. Dadurch können Unternehmen und Beschäftigte den Herausforderungen des Strukturwandels, wie etwa Digitalisierung und E-Mobilität aktiv begegnen. Nach dem für den Arbeitsmarkt positiven Jahr 2019 gehen wir für den Jahresverlauf 2020 aufgrund der Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung konjunkturbedingt von leicht steigenden Arbeitslosenzahlen aus.“

Im Agenturbezirk Regensburg – Regensburg Stadt/Land, Kelheim und Neumarkt – sind im Berichtsmonat 7.695 Menschen arbeitslos. Das sind 371 Personen oder 5,1 Prozent mehr als im Vormonat und 34 oder 0,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Alter von 15 bis 25 Jahren sind im Dezember 745 Personen arbeitslos. Das sind acht Meldungen oder 1,1 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch 46 oder 5,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Arbeitslosenbestand beträgt 9,7 Prozent. In der Gruppe der 15 bis 20-jährigen sind 139 Jugendliche arbeitslos. Das sind zwölf Personen oder 7,9 Prozent weniger als im Vormonat und ebenfalls 12 oder 7,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Bestand liegt bei 1,8 Prozent. Leichter Anstieg auch bei den Älteren ab 50 Jahren. Hier sind 2.678 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 126 Betroffene oder 4,9 Prozent mehr als im Vormonat und 88 oder 3,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Bestand liegt bei 34,8 Prozent. Ähnliches gilt für die Gruppe ab 55 Jahren. Diese umfasst 1.801 Arbeitslose. Das sind 70 Meldungen oder 4,0 Prozent mehr als im Vormonat und 61 oder 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Bestand beträgt 23,4 Prozent. In der Gruppe der Schwerbehinderten sind im Berichtsmonat 742 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind zwei Betroffene oder 0,3 Prozent weniger als im Vormonat und 19 oder 2,5 Prozent weniger als im Dezember 2018. Deren Anteil am Bestand liegt bei 9,6 Prozent. Auch die Zahl ausländischer Arbeitsloser ist gestiegen. Hier sind 2.180 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 163 Personen oder 8,1 Prozent mehr als im Vormonat, aber 18 oder 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Deren Anteil am Bestand beträgt 28,3 Prozent.

Verhältnis zwischen Zu- und Abgängen

Im Dezember 2019 haben sich 2.796 Männer und Frauen erstmals oder erneut arbeitslos gemeldet. Das sind 154 Meldungen oder 5,8 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch 208 oder 6,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gleiches taten seit Jahresbeginn 35.643 Menschen. Das sind 548 Personen oder 1,6 Prozent mehr als im Jahresverlauf 2018. Dem gegenüber stehen diejenigen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten. So haben sich im Berichtsmonat 2.427 Betroffene abgemeldet. Das sind 289 Abgänge oder 10,6 Prozent weniger als im Vormonat und 84 oder 3,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gleiches erreichten seit Jahresbeginn 35.537 Menschen. Das sind 842 Abmeldungen oder 2,4 Prozent mehr als im Jahresverlauf 2018.

Arbeitslosenquote stabil

Im Agenturbezirk Regensburg beträgt die Arbeitslosenquote im Berichtsmonat 2,2 Prozent und liegt damit 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat und exakt auf dem Wert des Dezember 2018. So beträgt die Quote für die Gruppe von 15 bis 25 Jahren 1,8 Prozent und liegt damit auf dem Wert des Vormonats und 0,1 unter dem Vorjahreswert. Bei den 15 bis 20-jährigen liegt die Quote bei aktuell 1,1 Prozent. Das entspricht einer Senkung um 0,1 Prozent zum Wert des Vormonats wie auch des Dezembers 2018. Für die Gruppe von 50 bis 65 Jahren beträgt die Quote 2,3 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte über dem Vormonat und keine Veränderung zu Dezember 2018. Ab 55 bis 65 Jahren liegt die Quote im Berichtsmonat bei 2,7 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als vor einem Monat und keine Veränderung zum Vorjahresmonat.

Gemeldete Arbeitsstellen

Im Berichtsmonat haben die Arbeitgeber im Agenturbezirk Regensburg 1.234 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 69 Ausschreibungen oder 5,9 Prozent mehr als im Vormonat, jedoch zehn oder 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Seit Jahresbeginn wurden 16.112 Stellen gemeldet. Das sind 1.739 Angebote oder 9,7 Prozent weniger als im Jahresverlauf 2018. Der Bestand umfasst 5.884 offene Stellen. Das sind 125 Vakanzen oder 2,1 Prozent weniger als im Vormonat und 197 oder 3,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Unterbeschäftigung

Unter dem Begriff Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen summiert: Zum einen die Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die nicht als arbeitslos gezählt werden. Damit sind auch alle die Personen erfasst, die im Sinne des Sozialgesetzbuches nicht als arbeitslos gelten oder in einem arbeitsmarktpolitischen Sonderstatus zu sehen sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in Weiterbildung oder Altersteilzeit befinden, aber auch Selbständige, die Existenzgründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der tatsächlichen Beschäftigungssituation. Dazu die aktuelle Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 7.695 Menschen arbeitslos. Dazu kommen weitere 4.202 Personen in Unterbeschäftigung. Damit gelten insgesamt 11.897 Männer und Frauen als unterbeschäftigt. Das sind 496 Betroffene oder 4,4 Prozent mehr als im Vormonat und 147 oder 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 3,3 Prozent und liegt damit auf dem Wert von Dezember 2018.


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