12.10.2019, 22:36 Uhr

Noch zügiger ausbauen Bundestagsabgeordneter Oßner diskutierte mit Experten Breitbandausbau in der Region

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU), Uwe Krannig und Walter Föckersperger von der Föckersperger GmbH sowie Adolf Remold und Josef Scherl (von rechts) von der Deutschen Telekom wollen den Breitbandausbau in der Region Landshut-Kelheim in Zusammenarbeit mit den Kommunen weiter voranbringen. (Foto: Büro Oßner)Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU), Uwe Krannig und Walter Föckersperger von der Föckersperger GmbH sowie Adolf Remold und Josef Scherl (von rechts) von der Deutschen Telekom wollen den Breitbandausbau in der Region Landshut-Kelheim in Zusammenarbeit mit den Kommunen weiter voranbringen. (Foto: Büro Oßner)

Der Breitbandausbau in der Region Landshut-Kelheim läuft wie in ganz Bayern auf Hochtouren, jedoch auch manchmal holprig. Bundestagsabgeordneter Florian Oßner (CSU) besprach nun mit Experten der Telekom und von FOECK Verlegespezialisten aus Pauluszell, wie man das schnelle Internet noch zügiger ausbauen könnte.

LANDKREIS KELHEIM Ein leistungsfähiger Internetanschluss gehört mittlerweile wie ein Strom- oder Wasseranschluss zur Daseinsvorsorge. Den Breitbandausbau fördern sowohl der Freistaat Bayern als auch der Bund. „Im Bund haben wir unser Programm noch einmal verbessert und die Verfahren vereinfacht und beschleunigt. Dadurch wird eine schnellere Abwicklung der Förderanträge erreicht“, berichtete Florian Oßner, der als einziger Niederbayer im zuständigen Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur im Deutschen Bundestag mitarbeitet. „Ein Ziel ist es nun, die Tiefbaukosten beim Breitbauausbau zu senken“, erläuterte Oßner. Aus diesem Grund hatte er Adolf Remold und Josef Scherl als Vertreter der Deutschen Telekom und Walter Föckersperger und Uwe Krannig von FOECK Verlegespezialisten aus Pauluszell nach Landshut eingeladen, um zusammen herauszuarbeiten, wie man dieses Ziel erreichen könnte.

Eine Möglichkeit sei die vermehrte Verlegung von Glasfaserleitungen mithilfe des sogenannten Pflugverfahrens, war sich die Runde einig. Dabei wird das Kabel in das Erdreich eingepflügt. Das ist zum einen zeitsparend und zum anderen günstiger als andere Verlegearten. „Durch Pflügen können auch Einzelgehöfte mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden. Lange Strecken sind dabei kein Problem“, schilderte Walter Föckersperger, dessen Firma hier zu den Weltmarktführern zählt, die Vorteile. Auch Josef Scherl, Technik-Chef der Telekom in Bayern, bestätigte: „Pflügen ist für uns interessant, weil es schnell und günstig ist“. Im vergangenen Jahr habe allein die Telekom in Bayern rund 1.000 Kilometer an Glasfaserleitungen mit dem Pflugverfahren verlegt.

Pflugverfahren senkt Tiefbaukosten

Ein weiterer Lösungsansatz, um den Ausbau zu beschleunigen, sei eine noch engere Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Je mehr vor Ort bereits von einer Kommune vorbereitet werde, desto rascher lasse sich der Breitbandausbau realisieren, schilderte Scherl. Denn Bürgermeister und Gemeindeverwaltung würden die örtlichen Begebenheiten und Ansprechpartner naturgemäß viel besser kennen als ortsfremde Firmen. Mehr noch: Firmen wie etwa FOECK könnten in die Trassenplanung miteingebunden werden. Dadurch könnte man eine genauere Vorstellung von Dauer und Kosten des jeweiligen Ausbauvorhabens erhalten – ein Vorteil für alle Seiten.

Im Idealfall würde eine Gemeinde in Eigenregie ein Netz aus Lehrrohren im Gemeindegebiet verlegen – unterstützt bei der Planung von der Telekom und gefördert von staatlicher Seite. Das bestehende Netz würde die Telekom dann von der Gemeinde zu einem vorher vereinbarten Preis mieten oder kaufen, um die Breitbandversorgung herzustellen, so Scherl. Zeit und Geld würden gespart. Infrastrukturpolitiker Florian Oßner zeigte sich gegenüber diesem Modell aufgeschlossen: Aktuell sei der finanzielle Aufwand – trotz verbesserter Förderung – für viele Gemeinden noch hoch. „Wenn man allerdings diese Kosten reduzieren und den Baufortschritt beschleunigen könnte, so wäre das ein echter Gewinn für die Kommunen in Bayern sowie für alle Bürger“.

„Zaubern kann keiner“, hielt Scherl fest. Allerdings könne man durch enge Zusammenarbeit erfolgreich sein, wie Adolf Remold ergänzte. Diese Zusammenarbeit sei die Grundvoraussetzung, hielt Infrastrukturpolitiker Florian Oßner fest. „Die ausgearbeitete Theorie muss nun in der Praxis getestet werden“, regte der Abgeordnete an. Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten, genau das zu tun und dafür im engen Kontakt die nächsten Schritte auszuarbeiten.


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