17.09.2019, 21:00 Uhr

Unfallkommission hat entschieden Überholverbot soll mehr Verkehrssicherheit auf der B16 bei Lengfeld bringen

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer: Die Unfallkommission hat nach einer Verkehrsschau an der Bundesstraße B16 bei Bad Abbach als kurzfristige Maßnahme ein Überholverbot an der Kreuzung B16/Mühlweg/Am Fischbaum festgelegt.

BAD ABBACH Damit soll ein Gefahrenpunkt auf dem rund 3,6 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Lengfeld und Alkofen entschärft werden. Kurzfristige bauliche Zwischenlösungen bis zur Realisierung des dreistreifigen Ausbaus in diesem Bereich wurden als nicht zielführend beurteilt.

Die Verkehrsschau hatte Robert Bayerstorfer, Leiter des Bereichs Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Landshut, Vertretern aus Bad Abbach bei einem Gespräch Ende Juli zugesichert. Bei dem Treffen am Donnerstag, 12. September, analysierte die Unfallkommission, bestehend aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Kelheim, der Polizeiinspektion Kelheim, des Staatlichen Bauamts sowie der Gemeinde mit Bürgermeister Ludwig Wachs, das Unfallgeschehen an der B16 bei Lengfeld und erörterte alle grundsätzlich denkbaren Verbesserungen zur Verkehrssicherheit. Im Fokus standen speziell die Kreuzung B16/Mühlweg/Am Fischbaum und die Anschlussstelle Lengfeld (KEH11).

Als Ergebnis der Verkehrsschau wurde ein Überholverbot für die Kreuzung B16/Mühlweg/Am Fischbaum festgelegt. Mit dieser kurzfristigen Maßnahme knüpfte die Unfallkommission an bereits bestehende und bewährte Regelungen an ähnlichen Stellen an. „Da schwere Unfälle im Gegenverkehr mit einem Überholverbot vermieden werden können, überwiegen hier die Vorteile dieser Regelung“, sagte Bayerstorfer. An der Kreuzung B16/Mühlweg/Am Fischbaum ist bereits seit einigen Jahren das Linkseinbiegen in die B16 sowie das Linksabbiegen von der B16 in den Mühlweg verboten. Die Fachleute appellierten an die Einhaltung dieser Regelungen. Bauliche Zwischenlösungen beurteilte die Kommission dagegen als nicht zielführend.

Die Planungen des Staatlichen Bauamts für den dreistreifigen Ausbau der B16 im betreffenden Streckenabschnitt, der auch vom Markt Bad Abbach befürwortet wird, ruhen derzeit aus Kapazitätsgründen. Mit dem Ausbau werden auch die Knotenpunkte umgebaut und weitere Verbesserungen, zum Beispiel in Bezug auf Querungsmöglichkeiten der B16 für Fußgänger und Radfahrer, erreicht. Das Staatliche Bauamt wird die Planungen wiederaufnehmen, sobald Ressourcen freiwerden. Der nächste Planungsschritt ist die Erstellung des so genannten Vorentwurfs. Hier wird die technische Planung zur Vorbereitung des anschließenden Planfeststellungsverfahrens erarbeitet.


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