28.07.2019, 19:38 Uhr

Inklusiv, integrativ, innovativ Der Landkreis Kelheim arbeitet am „Zukunftskonzept Chancengleichheit“

Agnes Stiglmaier, Gabi Schmid, Landrat Martin Neumeyer, Klaus Amann. (Foto: Karl-Heinz Rott)Agnes Stiglmaier, Gabi Schmid, Landrat Martin Neumeyer, Klaus Amann. (Foto: Karl-Heinz Rott)

Der „inklusive“ Gedanke einer gleichberechtigten und barrierefreien gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeit aller Menschen im Landkreis Kelheim ist Aufgabenschwerpunkt des „Zentrums für Chancengleichheit“ im Landratsamt Kelheim. Wie kann das gelingen?

LANDKREIS KELHEIM Allen Bürgerinnen und Bürgern soll ein selbstbestimmter Platz in einer barrierefreien Gesellschaft gesichert und ihre Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben ermöglicht werden. Dies fordert sowohl die UN-Behindertenrechtskonvention, die der Landkreis Kelheim in seinem Aktionsplan 2013 adaptiert hat und das Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises aus dem Jahr 2014. Die Herausforderung besteht darin, die Infrastruktur- und Ortsplanungen dementsprechend anzupassen, Wohnen zu Hause zu ermöglichen und gleichzeitig Betreuung und Pflege sicherzustellen, für ausreichende Mobilität, Gesundheitsversorgung, Freizeitangebote und den Zugang zur Natur zu sorgen.

„Mit dem Seniorenpolitischen Gesamtkonzept und dem Aktionsplan Inklusion wurden wichtige Grundlagen für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Kelheim erarbeitet. Bedeutende Projekte zur Durchsetzung der Ziele dieser Pläne wurden im Rahmen von LEADER bereits realisiert. Ich nenne hier nur das Cabrizio in Offenstetten, neugeschaffene barrierefreie Naturerlebnisse im Altmühltal, die Kunstwerkstatt für Menschen mit Behinderung, das Netzwerk Demenz, die Brückenpflege oder die Unterstützung des Hospizvereins. Aber die Entwicklung schreitet voran und wir müssen uns an die neuen Anforderungen und Gegebenheiten anpassen, die einerseits Erfahrung, andererseits aber auch Kreativität und neue Ideen braucht“, so Landrat Martin Neumeyer.

Unter der Federführung des Zentrums für Chancengleich im Landratsamt Kelheim sollen gemeinsam mit Akteuren aus der Senioren- und Behindertenarbeit, aus Vertretern der Gemeinden, der Wohlfahrtsverbände, Krankenkassen und Fachleuten aus den relevanten Bereichen der Sozialen Arbeit gebündelt Zielsetzungen und Maßnahmen erarbeitet werden. „Wir wollen insbesondere mit der Zeit der Ehrenamtlichen sorgsam umgehen. Auch hier spüren wir gesellschaftliche Veränderungen. Umso wichtiger ist es, Energien zu bündeln und hier sehe ich durchaus Potential“, so Gabi Schmid vom Zentrum für Chancengleichheit im Landkreis Kelheim.

Die Entwicklung eines abgestimmten Zukunftskonzeptes für Chancengleichheit für den Landkreis Kelheim zur verbesserten Teilhabe von Menschen mit Handicap oder altersbedingten Einschränkungen – so lautet die Aufgabe im Rahmen des Leader-Projektes.


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