19.05.2019, 15:13 Uhr

Bezirksvorstand der CSU „Die Europawahl ist eine Niederbayernwahl für Manfred Weber“

Während CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer (r.) die Bedeutung der Europawahl für Niederbayern unterstrich, informierte Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich über die nächsten Schritte bei der Europaregion und das Modell des dezentralen Medizinstudiums in Niederbayern. (Foto: Schachtner)Während CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer (r.) die Bedeutung der Europawahl für Niederbayern unterstrich, informierte Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich über die nächsten Schritte bei der Europaregion und das Modell des dezentralen Medizinstudiums in Niederbayern. (Foto: Schachtner)

Der Bezirksvorstand der CSU Niederbayern ist am Samstag, 18. Mai, in Straubing-Wallmühle in die letzte Woche vor der Europawahl gestartet. „Die Europawahl ist eine Niederbayernwahl für Manfred Weber“, unterstrich CSU-Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer.

NIEDERBAYERN Passend zur Europawahl konnte Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich mitteilen, dass spätestens im Oktober die Grundlage zur weiteren Vertiefung der Europaregion Donau-Moldau gelegt werden kann, um einen rechtlich verbindlichen Zusammenschluss zu ermöglichen. „Damit sind wir rechtzeitig zur neuen EU-Förderperiode handlungsfähig. Damit haben wir einen weiteren Praxisbezug vor Ort von Europa.“ Und der Bezirksvorstand stellt sich hinter das Konzept einer dezentralen Medizinerausbildung in Niederbayern.

Eine Woche vor der Europawahl dokumentierte der CSU-Bezirksvorstand, dass „in Niederbayern Europa täglich erlebbar ist“, sagte Bezirksvorsitzender Andreas Scheuer. Er hob hervor, dass die Europawahl diesmal vor allem eine Niederbayernwahl ist: „Diese Europawahl ist keine parteipolitische Wahl, sondern Niederbayern unterstützt Manfred Weber auf seinem Weg zum EU-Kommissionspräsidenten“, so Scheuer. Der 26. Mai sei eine historisch einmalige Chance, dass „Einer von uns“ zum einflussreichsten Politiker der Europäischen Union gewählt wird.

Auch inhaltlich stand die europäische Kooperation im Mittelpunkt der Sitzung. So konnte Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich den Vorstandsmitgliedern berichten, dass die Europaregion Donau-Moldau weiter vertieft werde. Bis Oktober werde eine Satzung vorgelegt und spätestens im kommenden Jahr ein „Europäischer Verbund territorialer Zusammenarbeit“ (EVTZ) gegründet. Diese EVTZ ist eine eigenständige Rechtspersönlichkeit, vergleichbar einem Zweckverband. Rechtzeitig zu Beginn der neuen EU-Förderperiode ab 2021 sei diese Einrichtung dann auch arbeitsfähig. „Damit werden sieben bayerische, österreichische und tschechische Regionen eigenständig in der Lage sein, in Brüssel europäische Fördertöpfe abzufassen“, so Heinrich, der maßgeblich an diesen Gesprächen mitgewirkt hat. „Initiator und Motor dieser Idee einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit war und ist Manfred Weber.“

Volle Rückendeckung erhielt Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich auch für das vom Bezirk entwickelte Konzept einer dezentralen medizinischen Hochschulausbildung in Niederbayern. Als Antwort auf den Ärztemangel im ländlichen Raum soll in Kooperation mit der Karl-Landsteiner-Privatuniversität in Krems ein Studienmodell vor allem für Medizinstudenten aus Niederbayern entwickelt werden, das mit einem Stipendienprogramm gefördert wird. Zudem gibt es in dem Studiengang keine Zugangsbeschränkungen durch den Numerus Clausus. Der Bachelorstudiengang wird in Krems absolviert, der anschließende Masterstudiengang im Kloster Metten. „Die Praxisausbildung erfolgt dann an den Kliniken und Krankenhäusern in Niederbayern“, informierte Heinrich. Auch sollen die Studenten schon einen Teil ihrer Ausbildung in Arztpraxen absolvieren und damit Kontakte für ihr späteres Berufsleben knüpfen können. „Bleiben die Absolventen nach ihrer Ausbildung in der Region, brauchen sie das Stipendium nicht zurückzuzahlen.“

Mit dieser dezentralen Ausbildungsform können einerseits Medizinstudenten einen Großteil ihres Studiums in der Heimat absolvieren, gleichzeitig werde das Modell sehr zeitnah umzusetzen sein. Die Gründung einer medizinischen Fakultät mit dem Ausbau einer Universitätsklinik nimmt einen längeren Zeitraum ein und bedarf ein Vielfaches an Investitionen. „Das wäre auch ein Kannibalismus an unseren lokalen Krankenhausstandorten. Hier muss man sehr genau abwägen“, unterstrich Heinrich.

Im Hangar des Luftfahrtunternehmens Avionik am Verkehrslandeplatz Straubing-Wallmühle tagte diesmal der CSU-Bezirksvorstand. Firmeninhaber Gunter Hemmel und Flugplatz-Geschäftsführer Klaus Hofmann informierten über die Bedeutung des Landeplatzes für die niederbayerische Verkehrsinfrastruktur, aber auch als Voraussetzung für die am Flugplatz angesiedelten international ansässigen Unternehmer. Über 300 Mitarbeiter finden dort hochqualifizierte Arbeitsplätze. Aktuell werden 10 Millionen Euro in den Ausbau des Flugplatzes investiert.


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