14.05.2019, 17:20 Uhr

Ko-Finanzierung Förderung für den grenzüberschreitenden ÖPNV-Nahverkehr genehmigt

(Foto: filmfoto/123RF)(Foto: filmfoto/123RF)

Der Vorschlag Niederbayerns, den grenzüberschreitenden Verkehr voranzubringen, fand schon im Juni 2018 beim Regionalforum, das unter der Leitung des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat (StMFLH) stattfand, große Zustimmung.

NIEDERBAYERN Da die Verbesserung des ÖPNV im ländlichen Raum auch ein Ziel der Europaregion Donau-Moldau (EDM) ist, wurde in der Jahresversammlung des Trägervereins Europaregion Donau-Moldau e. V einstimmig einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zugestimmt, um die Situation des Nahverkehrs zu verbessern. Ein entsprechender Förderantrag zur Schaffung der neuen Stelle „Projektmanagement Grenzüberschreitender Verkehr Niederbayern-Südböhmen-Pilsen“ wurde im Dezember 2018 vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat (StMFH) bewilligt: mit einer Förderquote von 90 Prozent bzw. 100.035 Euro bei Gesamtkosten von 111.150 Euro für eine erste, 15-monatige Anlaufphase.

Die vom Trägerverein beantragte zehnprozentige Ko-Finanzierung durch den Bezirk Niederbayern (= 11.115 Euro) wurde von den Mitgliedern des Bezirksausschusses in ihrer Sitzung am 14.05.2019 einstimmig genehmigt; ebenso die Vorfinanzierung der anfallenden Kosten. „Als Vorsitzender des Trägervereins freue ich mich sehr über den positiven Gremiumsbeschluss. Ich stehe voll und ganz hinter dem Projekt, denn es eröffnet dem ländlichen Raum in den Landkreisen der Grenzregionen wie auch unseren tschechischen Nachbarn Chancen zur Weiterentwicklung“ so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. Der Sprecher der niederbayerischen Landräte, Franz Meyer, hatte sich im Vorfeld der Sitzung ebenfalls für die Initiative stark gemacht.

Ziel des Projekts ist es, Angebot und Strukturen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) langfristig bedarfsgerecht zu optimieren. Die Hauptaufgabe des Projektmanagers liegt unter anderem darin, die Zusammenarbeit zwischen den Gebietskörperschaften und Verkehrsunternehmen beiderseits der Grenze zu fördern, eine Abstimmung der Akteure zu erreichen und gemeinsame Zielsetzungen zu entwickeln. Unterstützt wird der Projektmanager durch eine von ihm einzurichtende Arbeitsgruppe, die auf der Basis vorliegender Verkehrsgutachten, Nahverkehrspläne, Einzel-Verkehrsstudien und Mobilitätskonzepte Lösungen entwickeln und grundsätzlich umsetzungsreife Konzepte für grenzüberschreitende ÖPNV-Verbesserungen erarbeiten soll.

Das Projekt soll am 1. Juli 2019 anlaufen; der erste Förderzeitraum endet am 30. September 2020.


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