12.05.2019, 21:19 Uhr

Arbeiten im Zeitplan Stadt Abensberg feiert Richtfest am Rathaus Abensberg

(Foto: Knott/Stadt Abensberg)(Foto: Knott/Stadt Abensberg)

Mit großer Freude hat Abensbergs Erster Bürgermeister Dr. Uwe Brandl am Freitag, 10. Mai, mit Stadträten, Teilen der Verwaltung und den am Bau beteiligten Firmen Richtfest für das neue Rathaus gefeiert. Auf der Großbaustelle in der Stadtmitte wurde am historischen Teil des Gebäudeensembles in den letzten Tagen der Dachstuhl fertiggestellt, und so hob der Zimmerer am Freitag zum Richtspruch an und das Sektglas krachte zu Boden, während in schwindelnder Höhe die Bänder der Richtkrone im Wind flatterten.

ABENSBERG Bürgermeister Dr. Brandl bedankte sich bei allen, die dieses Projekt vorantreiben: „Vielen Dank für die tolle Arbeit! „ Er freute sich, dass es auf der Baustelle zu keinen Verletzungen gekommen war und dankte in diesem Zusammenhang den beiden anwesenden Kirchenvertretern für ihre Fürsprache und Teilnahme. Zur Historie der Rathaus-Baustelle: Nach dem Umzug des Verwaltungs-Teams in ein Gebäude in der Münchener Straße im November 2017 erfolgten der Abriss der Nebengebäude und die Entkernung des historischen Teils, bei dem auch der Dachstuhl komplett abgetragen werden musste. Dabei zeigten sich Probleme – die Zerrbalken unterhalb des Dachgeschoßes waren zerstört, der Nordgiebel musste deshalb durch Gerüst-Türme abgestützt werden. Auch unten, im Tiefbau, erlebten die Bauarbeiter zuvor bereits wenig erquickliche Voraussetzungen – einerseits stieß man auf Felsen, andererseits auf nicht tragfähigen Untergrund.

Dennoch sind die Arbeiten im Zeitplan: Ende August 2018 konnte die Grundsteinlegung erfolgen, nun stand das Richtfest an. Der Dachstuhl auf dem denkmalgeschützten, historischen Teil des Rathauses ist fertig gestellt, auch der Neubau hat seinen sogenannten „Sargdeckel“ schon erhalten. Das ist ein Satteldach aus Betonplatten, das den Brandschutz erhöht. Darauf wird noch ein klassischer Holz-Dachstuhl gefertigt. Dies geschieht, wenn der denkmalgeschützte Teil eingebrettert ist, denn dann kann das darüber erstellte, schützende Notdach entfernt werden und die beiden den Nordgiebel abstützenden Gerüst-Türme können ebenfalls abgebaut werden. Momentan sind Bauarbeiter mit den letzten Durchbrucharbeiten vom historischen Teil zum neuen Anbau beschäftigt, Lüftungsbauer sind im Einsatz, Kältetechniker, Sanitär- und Heizungsfachleute ebenso und sogar der Maler ist schon da.

Stadtbaumeister Gerhard Rölz: „Wir sind sehr froh, dass wir trotz aller Schwierigkeiten heute im Zeitplan sind!“ Ebenfalls erfreulich und bemerkenswert ist, dass auch der angesetzte Kostenrahmen bisher eingehalten werden konnte – und das ist in Zeiten ständig steigender Baukosten. Rund 8,5 Millionen Euro sind für die gesamte Baumaßnahme vorgesehen. Und wann ist alles fertig? Rölz: „Wir sind sehr zuversichtlich, den geplanten Einzugstermin im dritten Quartal 2020 halten zu können.“


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