04.04.2019, 14:13 Uhr

Gegen Gewalt an Rettungskräften CSU-Abgeordnete Petra Högl und Kreisbrandrat Nikolaus Höfler werben für das Aktionsbündnis „Lass retten“

Kreisbrandrat Nikolaus Höfler und Abgeordnete Petra Högl werben gemeinsam für das Aktionsbündnis „Lass Retten – Gegen Gewalt an Rettungskräften“. (Foto: Stefan Scheuerer)Kreisbrandrat Nikolaus Höfler und Abgeordnete Petra Högl werben gemeinsam für das Aktionsbündnis „Lass Retten – Gegen Gewalt an Rettungskräften“. (Foto: Stefan Scheuerer)

Die Landtagsabgeordnete Petra Högl und Kreisbrandrat Nikolaus Höfler werben gemeinsam für das niederbayerische Aktionsbündnis „Lass retten“, das gegen Gewalt an Rettungskräften eintritt. Das kürzlich ins Leben gerufene Aktionsbündnis, getragen von der Gewerkschaft der Polizei in Niederbayern, dem Bayerischen Roten Kreuz, den Maltesern sowie dem Bezirksfeuerwehrverband Niederbayern hat sich zum Ziel gesetzt, eine gesellschaftliche Kehrtwende zu erreichen.

LANDKREIS KELHEIM „Unter dem Eindruck zunehmender Gewalt gegen Rettungs- und Einsatzkräfte auch in unserer Region haben wir das Aktionsbündnis „Lass retten“ ins Leben gerufen, um die Bevölkerung hier noch ein Stück mehr zu sensibilisieren und zugleich auch dafür zu werben, gegen Gewalt an Rettungskräften einzutreten“, betonte Kreisbrandrat Höfler im Arbeitsgespräch mit Abgeordneter Högl zu aktuellen Themen die Feuerwehr im Landkreis Kelheim betreffend. Petra Högl brachte in diesem Zusammenhang ihren Dank und Anerkennung für die vielen ehrenamtlichen Rettungskräfte im Landkreis zum Ausdruck, die in ihrer Freizeit dafür sorgen, dass beispielsweise Menschen in Not geholfen wird oder Veranstaltungen reibungslos durchgeführt werden können. „Wir dürfen als Staat keine Übergriffe auf Polizisten und Rettungskräfte, sei es in Form von verbaler, nonverbaler oder körperlicher Gewalt akzeptieren. Eine Behinderung ihrer Arbeit oder sogar Angriffe auf sie sind nicht akzeptabel und sind konsequent zu ahnden“, sagte Högl. Daher begrüße und unterstütze sie gerne das Aktionsbündnis „Lass retten“, welches parallel zum Landkreisbündnis „Hände weg, wir retten euch“ laufe. Höfler ergänzte, dass es im Bereich der Feuerwehr eher weniger die körperliche Gewalt sei, da die Feuerwehren immer mit mehreren Personen vor Ort zusammen sind. „Aber was mich schon stört ist oftmals die Ungeduld und Unverständnis der Menschen, wenn wir im Einsatz sind. Daher wollen wir im Schulterschluss mit den anderen Rettungsorganisationen darauf aufmerksam machen“, so Höfler weiter. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass mit der 29-jährigen Marina Doblinger aus Langquaid und dem 44-jährigen Wolfgang Kargl aus Riedenburg zwei engagierte Feuerwehrler aus dem Landkreis der niederbayerischen Kampagne auf den Plakaten des Aktionsbündnisses ein Gesicht geben.

Auch über die aktuelle Ausbildungssituation mit den Lehrgängen an der Feuerwehrschule und das Thema Frauen bei der Feuerwehr haben sich die beiden ausgetauscht. So gebe es derzeit im Landkreis Kelheim knapp 4.500 aktive Feuerwehrler, darunter jedoch nur rund 200 Frauen. Hier sei es das Ziel der Landkreisfeuerwehr, dass Engagement der Frauen in der freiwilligen Feuerwehr noch weiter zu verstärken, da dies ein Gewinn für die gesamte Feuerwehr sei. Zur Lehrgangssituation an der staatlichen Feuerwehrschule in Lappersdorf bei Regensburg konnte Höfler der Abgeordneten berichten, dass derzeit viele Lehrgänge zur Verfügung stünden und der allergrößte Teil des Bedarfs der Feuerwehren im Landkreis, beispielsweise die Ausbildung zum Gruppen- oder Zugführer, abgedeckt werden könne. „Im Großen und Ganzen passt hier alles. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan.“ Weiter berichtete Nikolaus Höfler, dass in diesem Jahr erstmalig die Jugendleistungsprüfung von insgesamt 104 Jugendlichen aus zwanzig Feuerwehren im Landkreis an der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg abgenommen wurde. „Dies war für alle Jugendlichen eine tolle Erfahrung, nach erfolgreicher Abnahme der Jugendleistungsprüfung einen Einblick in die Arbeit und die Räumlichkeiten der Feuerwehrschule zu erhalten“.

Abschließend wies Petra Högl noch auf den renommierten Ehrenamtspreis des Bayerischen Landtags hin, der in diesem Jahr unter der Überschrift „Rette uns, wer kann! – Nachwuchs und neue Ideen für die ehrenamtlichen Rettungskräfte“ stehe. Gesucht seien hierbei Ideen von Rettungsdiensten, die besondere Ansätze entwickelt haben, um Menschen aller Generationen und Gesellschaftsgruppen als Nachwuchs für den ehrenamtlichen Einsatz zu gewinnen. Wie Högl betonte seien Bewerbungen für den mit 50.000 Euro dotierten Bürgerpreis bis zum 3. Mai 2019 möglich. Högl und Höfler verständigten sich darauf, sich regelmäßig zu aktuellen Themen der Feuerwehr auszutauschen.


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