14.02.2019, 13:06 Uhr

Besuch in Landau Petra Högl informiert sich über Arbeit des Amtes für Ländliche Entwicklung

Petra Högl informierte sich bei Behördenleiter Roland Spiller (l.) und Abteilungsleiter Michael Kreiner (r.) über die Arbeit des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern. (Foto: ALE Niederbayern)Petra Högl informierte sich bei Behördenleiter Roland Spiller (l.) und Abteilungsleiter Michael Kreiner (r.) über die Arbeit des Amtes für Ländliche Entwicklung Niederbayern. (Foto: ALE Niederbayern)

Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern unterstützt durch Integrierte Ländliche Entwicklung, Flurneuordnung und Dorferneuerung die Kommunen im ländlichen Raum. Die Kelheimer Landtagsabgeordnete Petra Högl (CSU) informierte sich jetzt über aktuelle Projekte, den Einsatz der Fördermittel, die Ausstattung des Amtes mit Personal und die langfristige Ausrichtung der Landentwicklungsbehörde.

KELHEIM/LANDAU „Unsere Kernkompetenzen, die Bürgerbeteiligung und die Bodenordnung, setzen wir verstärkt bei Lösungen von Interessenkonflikten, zur Verbesserung der Agrarstruktur und der Initiative ,boden:ständig’ ein“, so Roland Spiller, der Leiter des Amtes. Mit der Initiative „boden:ständig“ soll Bodenerosion vermindert und der Zustand der Gewässer verbessert werden. So helfe man der Land- und Forstwirtschaft durch die agrarstrukturelle Verbesserung und schütze gleichzeitig Natur und Landschaft. Besonders aktiv ist das Amt in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband (VöF) im Landkreis Kelheim. „Hier haben wir unseren niederbayerischen Schwerpunkt und können bei acht boden:ständig Projekten Hilfestellung leisten“, erklärte Michael Kreiner, der zuständige Abteilungsleiter.

Dass die Problematik Bodenerosion bayernweit auf Resonanz stößt, zeigt das Verfahren Elsendorf II. Mit ihm stellte der Landkreis 2018 sogar den Gewinner des Staatspreises „Ländliche Entwicklung“. „Hier haben wir vor allem mit der Bodenordnung und Baumaßahmen für den Hochwasserschutz überzeugen können“, so Spiller. Aktuellen Bezug hat das Projekt „Polder Neustadt“, bei dem Flächen zur Wasserrückhaltung entlang der Donau konfliktfrei getauscht werden konnten. „Während in anderen Landkreisen noch diskutiert wird, haben wir hier bereits Erfolge zu verzeichnen“, stellte auch Högl fest. Mit mehreren Verfahren entlang der Laber zwischen Rottenburg und Langquaid unterstützt das Amt den Naturschutz und fördert die Naherholung. Besonders die Biodiversität, welche für die kommenden zwei Jahre Schwerpunkt der Arbeit am Amt ist, profitiert von der Zusammenarbeit zwischen Grundstücksbesitzern, Kommunen und beteiligten Behörden.

Aber auch die Dörfer werden mit ihren Problemen, die durch den demographischen Wandel entstehen, nicht allein gelassen. Sieben Dorferneuerungen, bei der die Innenentwicklung nach dem Motto „Innen statt Außen“ im Fokus steht, laufen aktuell im Landkreis. Durch private und öffentliche Maßnahmen an Gebäuden, wie zum Beispiel einen barrierefreien Ausbau oder eine energetische Sanierung, wolle man laut Spiller Leerständen entgegenwirken. Zudem können mit der neuen Förderinitiative „Förderung von Kleinstunternehmen zur Nahversorgung“ der Verwaltung für Ländliche Entwicklung kleine Betriebe unterstützt werden. Spiller: „Die Initiative unterstützt kreative und unternehmerische Menschen. Gerade dieses Engagement wollen wir fördern.“

Högl interessierte sich weiter für die gezielte Förderung des ländlichen Raumes. „Wir können in diesem Jahr für die Flurneuordnung, Dorferneuerung und Integrierte Ländliche Entwicklung in Niederbayern rund 20 Millionen Euro Fördermittel vom Bund und Freistaat weitergeben“, sagte der Behördenleiter. Ergänzt werden diese Mittel durch Gelder der EU, die in einem bayernweiten Antragsverfahren (ELER) vergeben werden.

Das Interesse an den Instrumenten der Ländlichen Entwicklung ist weiterhin hoch. Eine große Zahl an altersbedingten Personalabgängen in den nächsten drei Jahren wird die termingerechte Bearbeitung von Projekten erschweren. Dadurch werde es auch nicht einfacher, neue Projekte einzuleiten. Aber das Amt steuert bereits dagegen: Derzeit betreut es 17 Studenten, die in den letzten drei Jahren mit einem Dualen Studium begonnen haben. Im Moment lernen am Amt sieben Dienstanfänger und vier Anwärter für den technischen Verwaltungsdienst. Im September starten nochmals zwei Dienstanfänger und drei duale Studenten. „Mit dieser Verjüngungskur stellen wir uns den vielen Aufgaben, die im ländlichen Raum auf uns zukommen und die wir gemeinsam mit den Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern angehen“, zeigte sich Spiller überzeugt.


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