11.02.2019, 11:28 Uhr

Sitzung des Bezirksvorstands Die JU bereitet sich in Niederbayern auf den Kommunalwahlkampf vor


Am vergangenen Wochenende lud der JU-Bezirksvorstand Niederbayern zur Klausurtagung nach Kloster Kostenz in die Nähe von St. Englmar ein.

NIEDERBAYERN Um den Vorstand nahmen 56 Mitglieder an der zweitägigen Veranstaltung teil. Hauptaugenmerk lag auf den anstehenden Kommunalwahlen im nächsten Frühjahr. Der Bezirksvorsitzende Paul Linsmaier begrüßte bei seiner Eröffnungsansprache die rege Teilnahme, denn Gemeinderats- und Kreistagswahlen sind die wichtigsten Wahlen für die junge CSU. Hier kann man mit viel Engagement durchaus erste eigene Wahlerfolge generieren.

Der erste Redner war der Deggendorfer Landrat und Landkreistagspräsident Christian Bernreiter. Er teilte dem aufmerksamen Publikum sein Erfolgsrezept mit: „S-K-Z“. Ein Kandidat müsse demnach Sympathie, Kompetenz und Zukunft ausstrahlen, um erfolgreich zu sein. Den zweiten Vortrag hielt der Bürgermeister der Gemeinde Spiegelau Karlheinz Roth. Erst vor circa einem Jahr musste er altersbedingt die Junge Union verlassen. Er schilderte eindrucksvoll wie er 2014 seinen eigenen Wahlkampf als CSU-Bürgermeisterkandidat bestritt. Er forderte einen Amtsinhaber der SPD, Josef Luksch heraus und bewies, dass man mit Klugheit und Fleiß auch eine schwierige Situation für sich entscheiden kann. Danach gab es noch einen Vortrag über geeignete Social-Media-Strategien für den Kommunalwahlkampf. Dabei war man sich auch bei der JU einig, dass das persönliche Gespräch immer noch das Wichtigste ist, um mit den Bürgern in Kontakt zu stehen. Im Rahmen eines Kamingesprächs beschäftigten sich die Nachwuchspolitiker dann noch mit ihrer Partei. Zu Gast war der Leiter des Politik-Ressorts der Mediengruppe des Straubinger Tagblatts, Dr. Gerald Schneider.

Am nächsten Tag schloss der Fraktionsvorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion in Deggendorf Paul Linsmaier die Tagung mit Fakten und Tipps über die Formalitäten bei den Kommunalwahlen.

Ein weiteres Thema war das aktuell laufende Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Hier wurde bei der Diskussion auch hinter die positiv klingende Überschrift geblickt. Man war sich einig, dass das Ziel und die Maßnahmen dazu in keinem gesunden Verhältnis stehen. Es ist bezeichnend, wenn die Initiatorin des Volksbegehrens Agnes Becker im Bayerischen Rundfunk erklärt, dass der Gesetzestext im Landtag noch angepasst werden soll und sich somit selbst ein eher maues Zeugnis ausstellt. Den Bauern im Rahmen des Volksbegehrens Zwangsmaßnahmen anzudrohen, weil die Doktrin der bisherigen bayerischen Landwirtschaftspolitik der Freiwilligkeit gescheitert sei entkräftigt die zuständige Ministerin Michaela Kaniber damit, dass seit 2008 die Anzahl der Bienenvölker stetig wächst. Außerdem warnen wir davor, den schwarzen Peter bei der Thematik allein den Bauern zuzuschieben. Dieses Thema geht uns alle an und wird nicht gelöst, wenn man die Bauern zum alleinigen Sündenbock diskreditiert wie von den Unterstützern des Volksbegehrens vorgesehen. „Wir stehen zu unseren Bauern und sind ihnen dankbar, für die Lebensmittel, die sie produzieren und die Landschaft, die sie pflegen. Der Versuch mit einer Unterschrift sein eigenes Gewissen reinzuwaschen wird jedoch zu keiner vernünftigen Lösung beitragen“, so Linsmaier abschließend.


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