08.02.2019, 13:27 Uhr

„Falsche Prioritäten“ FDP-Kreisverband sieht die Anbaupläne am Landratsamt in Kelheim äußerst kritisch

Stellvertretende Kreisvorsitzende – Mainburger Stadtrat Dr. Michael Schöll und Kreisrat/Abensberger Stadtrat Dr. Heinz Kroiss. Foto: Michaela Curtis (Foto: Michaela Curtis)Stellvertretende Kreisvorsitzende – Mainburger Stadtrat Dr. Michael Schöll und Kreisrat/Abensberger Stadtrat Dr. Heinz Kroiss. Foto: Michaela Curtis (Foto: Michaela Curtis)

Auf wenig Verständnis treffen bei der FDP die Erweiterungsabsichten des Landkreises am Kelheimer Landratsamt. Das Gebäude ist „gerade mal zwei Jahre alt“ und solle jetzt für 25 Millionen Euro erweitert werden.

LANDKREIS KELHEIM „Der Anbau ist nun wahrlich keine lebensnotwendige Maßnahme, belastet den Kreishaushalt aber erheblich! Das Geld wird uns für wichtige Investitionen fehlen.“, prophezeite der Mainburger Stadtrat Dr. Michael Schöll.

Auch wenn die Zusammenführung der Kreisverwaltung an einen Ort und neue Räume für die Mitarbeiter grundsätzlich wünschenswert wären, dürfe es im Digitalzeitalter kein Problem sein, dass sich Abteilungen abstimmen, die nicht Tür an Tür in einem Haus untergebracht sind. Die Entfernung von wenigen hundert Metern lasse auch gemeinsame Treffen leicht zu. „Warum klappt es in Großstädten, bei denen verschiedene Verwaltungszweige oft über dutzende Gebäude verteilt sind?“, so Kreisrat Dr. Heinz Kroiss.

Der Tenor im Kreisverband ist eindeutig: Angesichts unkalkulierbarer Finanzbelastungen durch die Kreiskrankenhäuser in den kommenden Jahren und der Aussichten auf sinkende Steuereinnahmen wird die Investitionsentscheidung in einem zweistelligen Millionenbereich derzeit von der FDP abgelehnt. „Eine bessere Ausstattung für die Kreisschulen oder eine Verbesserung des nach wie vor erschreckend dürftigen Personennahverkehres im Landkreis sind uns deutlich wichtiger als eine Vergrößerung des Verwaltungspalastes in Kelheim.“, resümiert die Kreisvorsitzende Maria Raum.


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