21.11.2018, 11:42 Uhr

Internationaler Tag „Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen hat für mich oberste Priorität“

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Bayerns Frauenministerin Kerstin Schreyer zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen: „Der Aktionstag gegen Gewalt an Frauen ist eine Mahnung für uns alle. Jeder Übergriff ist einer zu viel! Deshalb hat das Thema Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen für mich oberste Priorität. Ich bin froh, dass auch der in Bayern vereinbarte Koalitionsvertrag das Ziel enthält, Maßnahmen zur Bekämpfung häuslicher und sexualisierter Gewalt gegen Frauen weiterzuentwickeln und gemeinsam mit den Kommunen die Frauenhäuser und Frauennotrufe zu stärken.“

BAYERN Im Rahmen des Drei-Stufen-Plans zur Bekämpfung von Gewalt wurden bereits im Jahr 2018 Sofortmaßnahmen in die Wege geleitet und der Haushaltsansatz für die Förderung der Frauenhäuser um eine Million Euro aufgestockt. So wird die zum 1. Januar 2017 erfolgte Fördererhöhung verstetigt und die Betreuung und Beratung der ins Frauenhaus mitgebrachten Kinder verbessert. Auch die Förderung der Notrufe/Fachberatungsstellen wurde um eine halbe Million Euro erhöht. Ein gerade angelaufenes Sonderförderprogramm ermöglicht es den Frauenhäusern und Notrufe/Fachberatungsstellen, ihre EDV- und Kommunikationsausstattung auf einen einheitlichen modernen Stand der Technik zu bringen. So wird auch der Zugang der im Frauenhaus wohnenden Frauen zu einem sicheren Internetanschluss verbessert.

Im nächsten Schritt soll mit einem staatlichen Investitions- und Umzugsprogramm der Platzausbau in den Frauenhäusern vorangetrieben und eine weitere Verbesserung der Personalausstattung in den Frauenhäusern und Notrufen/Fachberatungsstellen erreicht werden. „Dafür werde ich mich in den anstehenden Haushaltsverhandlungen einsetzen“, verspricht die Ministerin.

Ebenso wichtig ist für Schreyer der Gedanke der Prävention: „Vorbeugen ist besser als heilen. Ich möchte noch stärker präventive Maßnahmen in den Blick nehmen und auch bei neuen Entwicklungen und weniger sichtbaren Gewaltformen wie der seelischen Gewalt genau hinschauen“, so die Ministerin. Hierfür soll ein breit gefächertes Gewaltpräventionskonzept einen Rahmen zur vorsorglichen Bekämpfung von Gewalt schaffen und dazu beitragen, Gewalt in all ihren Facetten sichtbar zu machen. Bei dieser langfristig angelegten Aufgabe werden auch bestehende Maßnahmen sichtbar miteinander verknüpft.


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